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13.03.2012

Presseecho -- Tύπος -- Press

Hier kann man über mich und meine Arbeit in der Presse lesen (Zitate). Manches Alte finde ich nicht mehr, aber vielleicht ist es auch nicht mehr so wichtig

Tι έγραψε ο Τύπος για μένα και τη δουλειά μου (. Μερικά τα έχω χάσει, αλλά δεν πειράζει.

Some press information about me and my work (citations). No full list.

33.  Die Glocke



31. (2017).Wohnungen für internationale Forscher an der Uni Bielefeld gesucht. Tag24, 17.07.17.

30. Paßlick, H. (2017). Uni Bielefeld sucht Wohnraum für internationale Wissenschaftler.Neue Westfälische, 17.07.2017.
   
29. (2017).Schutz vor Verfolgung: Westfälische Hochschulen nehmen ausländische Forscherauf. Westfalen heute, 13.07.2017.

28. (2017). Uni hilft geflüchteten türkischen Wissenschaftlerinnen. Neue Westfälische, 12.07.2017. 
27. (2017).Another Two Turkish Academics Find Refuge at Bielefeld University. uni.news, 12.07.2017. 

26. (2017). Universität Bielefeld unterstützt geflohene Wissenschaftler. Westfalen-Blatt, 11.07.2017.
25. Sahlmen, A. (2017). Universität Bielefeld unterstützt geflüchtete Wissenschaftler. Neue Westfälische, 11.07.2017.
24. (2017). Zwei weitere türkische Wissenschaftlerinnen finden Zuflucht an der Universität Bielefeld. uni.aktuell, 11.07.2017.
23. Keser, S. (2017). Türkei: Eine akademische Freiheit gibt es nicht mehr. nds, die Zeitschrift der Bildungsgesellschaft 1/2017, p. 2-4.

Über meine Arbeit mit geflüchteten WissenschaftlerInnen an der Universität Bielefeld.

22. "Bielefelder Europäer -- Vielfalt leben", in: Bielefelder, 04.2017 

Ein Porträt von mir als Europäerin, die sich zur Vielfalt als Wert bekennt. 

21. "Universität Bielefeld tritt dem Scholars at Risk Network bei", in: uni.intern, 06.07.2016

Zum Beitritt an das weltweite Netzwerk, in dem ich die Universität Bielefeld vertrete.

20. "Bielefeld University joins Scholars at Risk Network", in: uni.news, 05.07.16

19. "Universität Bielefeld tritt dem Scholars at Risk Network bei", in: uni.aktuell, 30.06.2016

18. Thomas Güntter: "Einmalige Erhebung: Uni Bielefeld befragt Flüchtlinge zu ihrer Ausbildung", in: Neue Westfälische, 26.02.2016

17. "Uni fragt Flüchtlinge nach ihrer Bildung", in: Die Glocke, 26.02.2016

16. "Bundesweit erstmalige Erhebung an der Universität Bielefeld", in: uni.aktuell, 26.02.2016

15. "Neue Räume für das Welcome Centre", in: uni.aktuell, 15.07.2015.

Zum Umzug des Welcome Centre, an dem ich an der Universität Bielefeld arbeite.


14. Burgit Hörttrich: „Alles muss raus. Uni entrümpelt wegen Modernisierung. Studenten möbeln ihre Wohnungenauf“, in: Westfalen Blatt, 18.11.14, S. 5.

Zu meiner spontanen Unterstützung von internationalen DoktorandInnen bei der Wohnungseinrichtung.

Über das erste Treffen des International Spouse and Partner Network an der Uni Bielefeld, das ich organisiert habe.

12. Rebecca Struck: „Hilfe von A wie Abfall bis Z wie Zulassung“, in H1 Unimagazin 01/2013, S. 26.

Über die Services vor allem für Familien vom Welcome Centre der Universität Bielefeld, das ich leite. „Wenn man in einem neuen Land ankommt und direkt einen Ansprechpartner hat, ist das unbezahlbar“, sagt ein zufriedener Klient.

10. Marius Meyer: "Studieren im Ausland. Stipendien-Nepp am Schwarzen Brett", in: Süddeutsche, 10.07.2007.

Zu Betrügern von Studierenden und meine Arbeit im Fachschaftsrat Klassische Philologie/Romanistik an der Universität Leipzig.

9. Franziska Böhl: "Sauhaufen. Finanzreferentin verlässt den StuRa der Universität Leipzig", in student!, Mai 2007 .

Ein etwas unrecherchierter Beitrag der studentischen Presse über meinen Rücktritt als Finanzreferentin des StudentInnenRates der Universität Leipzig.

8. "Kurz gefasst", in Universitätsjournal 5/2006, S. 35.

Meldung über meine Wiederwahl als Finanzreferentin des StudentInnenRates der Universität Leipzig.

7. Karl-Heinz Heinemann: "Auf der Jagd nach Credit-Points. Durch den europaweiten Umbau des Studiums nach den Kriterien des Marktes wird die Universität immer mehr zu einem Fast-Food-Betrieb", in: der Freitag, 01.04.2005.

Zu meinem Engagement als studentische Gutachterin in Akkreditierungsverfahren und einem "europäischen Hochschulraum ohne Grenzen für Ideen, Wissenschaftler und Studierende".

6. Karl-Heinz Heinemann: "Welche Qualität meinen wir eigentlich? Diskussion über Nachfolgekonferenz in Bergen", in: Deutschlandfunk, 24.01.2005. 

Zu meinem Studium und Gutachtertätigkeit als Studentin in der Akkreditierung von Studiengängen nach dem neuen Studienmodell.


5. Daniel Schulz: "Ohne uns! StudentInnenRat tritt bundesweiten Dachverband nicht bei", in: student!, 24.06.2003.

Über das Scheitern des StudentInnenRats der Universität Leipzig im freien zusammenschluß der studentInnenschaften mitzumischen. "Das ist bedauerlich, denn viele bildungspolitische Entscheidungen werden inzwischen auf nationaler und europäischer Ebene getroffen. Deshalb kann man fast nur noch in einem großen Verband tatsächlich etwas bewegen", sagte ich damals.

4. Jochen Leffers: "Turbulenzen in Sachsen. Zurücktreten, bitte", in: Spiegel Online, 07.03.2003.

Die Demonstration der sächsischen Studierenden im Februar 2003. Als Sprecherin der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften forderte ich den Rücktritt des damaligen Ministers für Wissenschaft und Kunst, Matthias Rößler, der nicht nur den Dialog mit den Hochschulen und Studierendenschaften scheute, sondern auch eines Tages ohne Vorwarnung verkündete die Pauliner Kirche in Leipzig auf dem Unigelände am Augustusplatz wiederaufzubauen. Mein Zitat: "Wir sind Ihr Sturz"!

3. Matthias Weigel: "Gemischtes Doppel", in SZ Online, 07.01.2003

Diesen Artikel las ich mit dreizehn Jahre Verspätung: Ein Porträt über meinen super talentierten Kollegen. Da wird unsere Arbeit in der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften beschrieben, und wir als "Königspaar": Unbezahlbarer Quatschtitel, auch dreizehn Jahre später!

2. "Andrianopulu Sprecherin der sächsischen Studierenden", in: Universitätsjournal 1/2003, S. 24.

Zu meiner Wahl erklärte ich: "Schwerpunkt meiner Arbeit werden die Gespräche über die Hochschulfinanzierung, den geplanten "Hochschulkonsens" und die Entwicklung der Studentenwerke sein".

1. Volker Schulte: "Feierliche Immatrikulation des neuen Studentenjahrganges", in: Universitätsjournal 7/2002, S. 27.

Aus meinem Grußwort als Sprecherin des StudentInnenRates der Universität Leipzig an die Neuimmatrikulierten im Rahmen der feierlichen Immatrikulation im Gewandhaus in Leipzig: "Die Universität ist unser Zuhause. Jede unserer Taten verändert sie."
LinkLink

Bild Liosporos Café, Miaouli 24, Athen-Psirri, Λιόσπορος Μιαούλη 24, Αθήνα-Ψυρρή

31.10.2010

Hochschulzugang für ausländische BewerberInnen

Das Thema Hochschulzugang für ausländische BewerberInnen bleibt hochaktuell, wenn wir uns auch die aktuelle Integrationsdebatte vor Auge führen. Hier der Link zu meinem letztjährigen Artikel dazu. Manche Daten sind bereits veraltet, aber die Aussagen weniger.

Hier der Anfang des Artikels...

Ausländische Studierende zwischen Quote und Marginalisierung. Zum Rückgang der Internationalisierung der deutschen Universität.

›Internationalisierung‹ ist eines der zentralen Schlagworte der derzeitigen Hochschulreform. Dennoch nimmt der Anteil ausländischer Studierender in Deutschland derzeit ab. Dass dies kein Zufall sondern Ergebnis neuer Hürden und Gebühren ist zeigt Eleni Andrianopulu.

Ausländische Studierende stellen mit 11,9 Prozent einen nicht unerheblichen Teil der Studierenden in Deutschland.1 Nachdem die Anzahl der ausländischen Immatrikulierten zwischen 1981 und 2004 stetig angestiegen ist,2 folgte eine Stagnation zwischen 2004 und 2007. Seit 2008 gehen die absoluten Zahlen und der prozentuale Anteil erstmals zurück.3 Im Folgenden werden Daten der amtlichen Statistik vorgestellt. Durch diese soll eine Einführung in das Thema des Hochschulzugangs ausländischer Studierender erfolgen, sowie eine erste Ursachenanalyse ermöglicht werden.

In Deutschland gibt es 3944 Hochschulen und 1.996.062 StudentInnen, davon sind 236.934 AusländerInnen.5 In der Statistik vom Wintersemester 2007/2008 wird zwischen BildungsausländerInnen (177.852) und -inländerInnen (55.754) unterschieden.6 In diesen Zahlen sind alle immatrikulierten nichtdeutschen StaatsbürgerInnen erfasst, unabhängig davon ob sie in einem grundständigen, in einem weiterführenden oder in einem Promotionsstudiengang eingeschrieben sind. Die BildungsinländerInnen haben ihre Hochschulzugangsberechtigung (HZB) an einer deutschen Schule erworben oder eine Begabten- bzw. Eignungsprüfung (meist
Voraussetzung für die Zulassung an Musik-, Kunst- und Übersetzungsstudiengängen) an einer deutschen Hochschule bestanden. Das deutsche Abitur kann auch im Ausland an einer deutschen Schule erworben werden, die Mehrheit der BildungsinländerInnen ist jedoch in Deutschland zur Schule gegangen.

Rückgang der Anzahl von BildungsinländerInnen

Von Seiten der Hochschulen wird der Rückgang des Anteils der BildungsinländerInnen nicht als dramatisch empfunden, vor allem, weil keine Ursachenforschung betrieben wird. Als Erklärung wird schnell ein ›Versagen‹ der Integrationspolitik konstatiert, die außerhalb der Zuständigkeit der Hochschulen liege. Die Debatte wird dann meist nicht weiter vertieft; zu oft wird das selbstzensierende Argument des ›hochschulpolitischen Mandats‹ – also der Nichtzuständigkeit – seitens der AkteurInnen für eine Beendigung der Debatte eingeworfen. Ein erster Schritt, dem entgegen zu wirken und eine Diskussion anzukurbeln, ist die Bewusstmachung der Realität in den Hochschulen durch das Erheben und Veröffentlichen statistischer Daten über BildungsinländerInnen.

Der Deutsche Akademische Austausch Dienst (DAAD) tut dies neuerdings in seiner
jährlichen Veröffentlichung Wissenschaft weltoffen7.

Mehr zu lesen im Heft.

02.04.2009

Kurze Vorstellung der DAAD-Gremienarbeit für StudentInnenschaften


In einer Stunde bin ich beim Allgemeinen Studierendenausschuss der Universität Hamburg eingeladen, um über den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) zu sprechen bzw. diesen und die studentische Gremienarbeit vorzustellen. In Vorbereitung auf die Mitgliederversammlung des DAAD im Juni 2009 hielt ich es für nützlich meine Kurzpräsentation allen zur Verfügung zu stellen, dann kann die Mobilisierung der Mitgliedsstudierendenschaften etwas effizienter gestaltet werden.

Kurze Vorstellung des DAAD:

Der DAAD ist rechtlich ein Verein und tritt zunehmend programmatisch und förderungstechnisch für die Internationalisierung der deutschen Hochschulen ein.
Er verfügt über einen stattlichen Etat, und vergibt nicht nur Stipendien (ERASMUS, Auslandsstipendien und Stipendien an AusländerInnen), sondern wirkt effektiv auf die Hochschulen in Sachen Internationalisierung und ist der einzige ernstzunehmende Akteur in dieser Hinsicht in der Bundesrepublik. Seine Aufgaben erstrecken sich auf folgende Bereiche: Hochschulmarketing, Hochschulzugang, Studiengebühren, Entwicklungspolitik, Wissenschaftspolitik, Arbeitsmarktpolitik, wie auch Ausländer- und Integrationspolitik. Die Richtlinien geben letztlich die Bundesministerien (Bildung und Forschung, Auswärtiges Amt, Wirtschaftliche Zusammenarbeit) und die HochschulrektorInnenkonferenz vor, aber die KultusministerInnenkonferenz, die Deutsche Forschungsgemeinschaft und das Deutsche Studentenwerk haben auch ein Wort mitzureden. Er beeinflusst direkt die Arbeit der Hochschulen und ihrer Akademischen Auslandsämter.


Die Gremienstruktur des DAAD ist überschaubar.
An der Spitze steht der seit 2007 gewählte Präsident, Prof. Dr. S. Hormuth, Universität Gießen und der angestellte Generalsekretär Dr. C. Bode. Sie bestimmen das Tagesgeschäft und haben strategisch das Meiste zu sagen.
Der DAAD-Vorstand tagt vier Mal im Jahr und hat die Richtlinienkompetenz inne. Im Vorstand sind die Studierendenschaften durch drei gewählte Mitglieder vertreten. Seit 2007 sind diese: Johannes Glembek, Universität Trier, Lisa Bicknell, Universität Mainz und Cheng Ni, RWTH Aachen.
Das Kuratorium des DAAD tagt ein Mal jährlich und ist hauptsächlich mit von Amts wegen entsandten Mitgliedern besetzt. Es wirkt als Aufsichts- und Beratungsgremium, entscheidet über langfristige, strategische Projekte. Hier sitzen praktisch die Geldgeber: Bundesministerien (effektiv die Mehrheit), KultusministerInnenkonferenz, Deutsche Forschungsgemeinschaft, aber auch das Deutsche Studentenwerk und die HochschulrektorInnenkonferenz sind vertreten. Gewählt sind sechs Mitglieder: drei Professoren und drei StudentInnen. Die drei VertreterInnen der Studierendenschaften sind: Erick Tambo, TU Dortmund, Martin Menacher, Universität Mainz und ich.
An der Basis entscheidet die Mitgliederversammlung (MV), die ein Mal im Jahr, ende Juni, in der Regel in Bonn, im Sitz des DAAD stattfindet. Die MV wählt die Gremien, verabschiedet das Arbeitsprogramm (genannt "Aktionsprogramm") und fungiert als offizielle Rückkopplung zu den Hochschulen und Studierendenschaften. Mitglieder des DAAD sind die Hochschulen (Beitritt erforderlich) und ihre Studierendenschaften (gesonderter Beitritt erforderlich). Die Universitäten haben eine ganze Stimme, die Fachhochschulen haben in jedem Bundesland ein bis zwei stimmführenden Hochschulen. Die Kunst- und Musikhochschulen haben keine Stimme.
In der nächsten MV werden die studentischen Mitglieder für 2010-2011 für Vorstand und Kuratorium gewählt.
Bei der MV geht es nicht allein darum, studentische Interessen zu vertreten und sich zu vernetzen, wie es immer so bei Vereinen ist, sondern auch Präsenz und Verantwortung zu zeigen. Die angepackten Initiativen in den Gremien, die Übernahme von mehr Verantwortung durch die Studierendenschaften und das dadurch erzeugte Gehör für studentische Visionen (übrigens in den letzten vier Jahren sind alle studentischen Anträge in der MV angenommen worden) erfordern die Unterstützung der Mitglieder. Eine solidarische, weltoffene und antirassistische Studierendenschaft und Hochschule bedarf vieler Anstrengungen und eines langen Atems.

Kurze Vorstellung des Aktionsprogramms:
Die Richtlinien der Arbeit des DAAD von 2008 bis 2011 sind 2008 auf der MV in Berlin beschlossen worden.
Einen Teil des Programms bildet der Ausblick auf Stipendienprogramme, sowohl in Neuauflagen, wie auch in der Fortsetzung und Weiterentwicklung erfolgreicher Programme. Generell jedoch bevorzugen die Geldgeber neue Namen für dieselben Inhalte.
Einen großen diskussionswürdigen Teil des Aktionsprogramms bilden die programmatischen Perspektiven zur Internationalisierung der deutschen Hochschulen. Es werden damit sehr widersprüchliche politische (auch parteipolitische) Konzepte in einem Schmelztiegel zusammengeführt. Hier geht es um die Ausgestaltung der Studienangebote, die Selektion ausländischer Studierender, die Bestimmung ausländerrechtlicher Bestimmungen, das Hochschulmarketing, die Personenmobilität und, nicht zu vergessen, um die deutschen Wirtschaftsinteressen im Ausland (und Inland).
Einen großen Teil der Arbeit des DAAD bildet die Förderung der deutschen Sprache und Kultur. Dies widerspiegelt sich im Programm hauptsächlich durch die Förderung von Germanistik- und Übersetzungsinstituten im Ausland und Inland und den Ausbau der Institute und Stellen für Deutsch als Fremdsprache.
Einen mittlerweile kleinen Teil der DAAD-Programmatik bildet die Entwicklungsarbeit für Frieden und Krisenprävention. Er ist jedoch weiterhin nicht wegzudenken und ungeheuer wichtig.
Der DAAD möchte in den nächsten Jahren sein Etat auf 400 Millionen Euro (von 300) anwachsen lassen, um sein Aktionsprogramm umsetzen zu können.

Studentische (Gremien-)Arbeit im DAAD:
In den letzten Jahren ist durch erfolgreiche Interventionen der Gremienvertreterinnen und der Mitgliedsstudierendenschaften einiges für die Studierendenschaften erreicht worden. Die Studierendenschaften wurden aus ihrer Randstellung herausgeholt. Es wurden für sie Projekte mit der Unterstützung (finanzielle oder ideele) des DAAD gestaltet, bei denen sie ihre Sicht der Internationalisierung und einer offenen und kritischen Hochschule darstellen konnten. Studierende waren zum ersten Mal zu Tagungen eingeladen und führten Workshops zur Integration. Gerade ist ein Pilotprojekt zu Ende gegangen, das die Erstsemesterarbeit der Fachschaften ins Visier genommen hat, mit dem Ziel diese integrativ für ausländischen Studierende zu gestalten. Die Ergebnisse sind vielversprechend. Eine Weiterentwicklung der Ansätze ist also die nächste Aufgabe.

Hamburg, 02. April 2009

Quellen:
Aktionsprogramm DAAD 2008-2011: www.daad.de/presse/de/aktionsprogramm_9_07_08.pdf
Bericht über das Pilotprojekt "Integrative Erstsemesterarbeit in den Fachschaften" 2008: Bitte mir eine Email schreiben.
Weitere Beiträge und Berichte in meinem Blog über den DAAD: http://elan-weblog.blogspot.com/search?q=daad

Bild DAAD Bonn 2005, Εικόνα Βόννη 2005

13.10.2008

Hochschule und Demokratie

Ende August pünktlich zum Semesterbeginn ist das BdWi- Studienheft 5 zum Thema »Hochschule und Demokratie« erschienen.

Wie mittlerweile jedes Jahr bringt der Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (BdWi) in Kooperation mit dem freien zusammenschluss der studentInnenschaften und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft ein für hochschul-politisch Interessierte spannendes Heft zu einem aktuellen Thema heraus.

Eine gute Möglichkeit etwas Stoff zum Lesen zu bekommen und somit das Semester mit spannenden Diskussionen zur demokratischen Hochschule, Hochschulreform, wie auch zu 40 Jahre StudentInnenbewegung und außerparlamentarischen Opposition beginnen zu lassen.

Wenn ihr das Heft bestellen wollt, geht zum folgenden Link: http://www.bdwi.de/show/1565127.html

09.10.2008

Hochschulzugang für ausländische Studierende

Am Sonntag werde ich in Hannover zum Thema Hoch- schulzugang für ausländische Studierende ein kurzes Statement im Rahmen eines Seminars des Bundes demokratischer Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen (BdWi) und der Rosa Luxemburg Stiftung halten. Das Seminar ist der zweite Schritt seitens des Verbandes nach der Online Textesammlung auf der Homepage des BdWi zur Bearbeitung des Themas Hochschulzugang - Recht auf Bildung.

Der Anmeldestand ist gut, ich denke jedoch, dass für Kurzentschlossene noch Plätze frei sein sollten. Zum Programm und zur Anmeldung geht es hier weiter: (hier anklicken).

In meinem Statement soll es um einen Überblick zu Zulassungsverfahren ausländischer StudienbewerberInnen gehen und den Charakter solcher Verfahren, wie auch ihre Bedeutung für die Zulassungsregelungen der übrigen StudienbewerberInnen. Die Anerkennung und Gleichstellung von erbrachten studienrelevanten Leistungen soll thematisiert und gefordert werden.

Für weitere Hinweise und Anregungen bin ich, wie immer, auch im Vorfeld offen.

Bild, Imágen Maro, Málaga 2008

02.09.2008

Anhörung zur SächsHG Novelle

Es ist einfach anregend wieder im Lande zu sein und nebenbei auch noch Zeit für alle Demos und Aktionen zu haben. Daher hier ganz schnell zum Mitschreiben, wann und wo ihr euch diese Woche noch hochschulpolitisch engagieren könnt:

Am 4. September (Donnerstag) zur parlamentarischen Anhörung zum Sächsischen Hochschulgesetz (SächsHG) nach Dresden mitfahren (8.45 geht es schon los).

Wenn ihr nach Dresden mitfahren wollt, meldet euch bei den SprecherInnen des StudentInnenRates (StuRa) an: sp[at]stura.uni-leipzig.de

Weitere Infos auf der Seite des StuRa (klickt hier)
.

Bild Tagung des BdWi "Prekariat in der Wissenschaft" Januar 2008, Universität Leipzig, Imágen Congreso del BdWi Enero 2008, Universidad de Leipzig, Εικόνα Συνέδριο του BdWi, Γενάρης 2008, Πανεπιστήμιο Λειψίας

07.08.2008

Wie mensch DAAD-KuratorIn wird

Meine Arbeit in Hamburg ist so gut wie geschafft; das Archaismen-Wörterbuch ist ein gutes Stück weiter und ich habe eine Menge gelesen und dazu gelernt.

Bevor ich mir jedoch ab morgen eine Pause mit FreundInnen und Familie in Berlin, Leipzig, auf den Bergen und am Meer gönne, arbeite ich ein wenig eingegangene Post ab, denn ich bin absolut urlaubsreif und es kann sein, dass ich länger nichts Pflichtbewusstes mache...

Ich wurde gefragt: Wie wird mensch DAAD-KuratorIn, praktisch so wie du?

Also davon abgesehen, dass so zu werden, wie ich, ein langwieriger Prozess ist, den ich niemandem anraten mag, kann ich folgendes dazu sagen:

Die Mitglieder des Kuratoriums des Deutschen Akademischen Austausch Dienstes (DAAD) werden auf der Mitgliederversammlung (MV) des DAAD alle zwei Jahre gewählt. Die VertreterInnen der Studierendenschaften werden wieder in der nächsten MV für die Amtszeit 01. Januar 2010 bis 31. Dezember 2011 gewählt, die Ende Juni 2009 höchstwahrscheinlich in Bonn (Sitz des DAAD) stattfindet. Sie werden mit einer 2/3 Mehrheit der anwesenden Mitgliedsstudierendenschaften gewählt.

Um überhaupt gewählt zu werden, muss mensch vorher und zwar auf dem offiziellen Vorbereitungstreffen der Mitgliedsstudierendenschaften, das meist zwei Stunden vor der MV stattfindet (so um 9 Uhr morgens und die MV beginnt spätestens um 11, meist jedoch um 10 Uhr), mit einem Viertel der Stimmen durch die anwesenden Mitgliedsstudierendenschaften beziehungsweise ihre delegierten VertreterInnen nominiert werden.

Und wenn das alles vorbei ist, dann ist mensch DAAD-KuratorIn, praktisch so wie ich!

Wenn ihr mehr Infos aus der Arbeit im Kuratorium haben wollt, könnt ihr auch auf Gremien weiter unten klicken, oder mich einfach fragen.

Bild DAAD-Mitgliedstudierendenschaften-Vorbereitungstreffen, Bonn 2005
- Imágen Bonn 2005 DAAD- Εικόνα Βόννη, Γερμανική Υπηρεσία Ακαδημαϊκών Ανταλλαγών, 2005

30.07.2008

Finanzen abgeschlossen (naja, fast)

Nach und nach schließe ich meine vergangene Gremiensarbeit an der Universität Leipzig ab (nach vielen Jahren und Wahlen hat sich vieles angesammelt gehabt). Diesmal ist ein Teil der Arbeit, die ich als Finanzreferentin vollbracht habe, dran.

Ich wünsche an dieser Stelle meinen NachfolgerInnen viel Glück und kluge Entscheidungen. Mittlerweile haben sich nach meinem Rücktritt zwei Menschen wählen lassen: Christian Häntschel und seine Nachfolgerin und aktuelle Finanzreferentin, Nadine Weiß. Ich hoffe, dass ihre Arbeit durch meine Vorarbeit etwas erleichtert wurde.

Hier kommt der vorgelegte Rechenschaftsbericht:


StudentInnenRat Universität Leipzig
Liebigstr. 27A
04107 Leipzig


Leipzig, 22. Juli 2008


Rechenschaftsbericht

Für die Amtszeit als Finanzreferentin des StudentInnenRates der Universität Leipzig vom 15.11.2005 bis 30.09.2006


Verehrte Mitglieder des StudentInnenRates,

laut Finanzordnung §4, Absatz 2 wird der/die FinanzreferentIn auf Grund des schriftlichen Prüfberichtes der Innenrevision, der bereits am 05.10.2007 dem StudentInnenRat zugegangen ist und am 14.10.2007 durch den StudentInnenRat zur Kenntnis genommen wurde, und eines schriftlichen Rechenschaftsberichtes entlastet.

Der Prüfbericht der Innenrevision wurde mir nach Nachfrage im Dezember 2007 weitergeleitet, da ich jedoch in diesem Jahr studienbedingt im Ausland wohnhaft war (ERASMUS), bitte ich euch um Verständnis, dass ich meinen Bericht erst heute vorlegen kann.

Vorbemerkung

Ich nehme in meinem Rechenschaftsbericht nur Bezug auf den Prüfbericht der Innenrevision vom 05.10.2007, werde jedoch euch persönlich in der Sitzung vom 22.07.2008 für eine kurze Zeit zur Verfügung stehen, damit ich euren restlichen Fragen Antwort stehen kann.

Wie ihr den Daten entnehmen könnt, war ich nicht in der gesamten Prüfungszeit für die Finanzen des StudentInnenRates verantwortlich. Vom 1.10. bis 15.11.2005 war mein Vorgänger im Amt.

Wie ihr dem Bericht entnehmen könnt, wurde die Prüfung ohne meine Mitwirkung vorgenommen, obwohl es mehrere Absprachen zwischen der Innenrevision, dem StudentInnenRat und mir gegeben hat mich bei Klärungsbedarf einzubeziehen, was vielleicht bedeutet, dass es keinen Klärungsbedarf gab.

Zu den kritischen Feststellungen der Innenrevision in Zusammenfassung

Haushaltsplan und Abrechnung

Die Vorlage des Haushaltsplans 05/06 lag nicht in meiner Zuständigkeit. Die Vorlage der erstmals erstellten und verabschiedeten Nachtragshaushalte ist meinerseits, wie festgestellt, zeitnah (es gibt keine Frist bei der Vorlage des Nachtragshaushaltes und es wurde erstmalig von mir einer dem StudentInnenRat vorgelegt) gegener dem Rektorat erfolgt.

Die Vorlage der Abrechnung 05/06 ist, wie festgestellt, sehr spät erfolgt. Meine dringlichen Bitten dies früher erfolgen zu lassen blieben unbeachtet. Der StudentInnenRat hat hier trotz meiner mehrmaligen und protokollierten Warnungen nicht gehandelt.

Die Unvollständigkeit der Abrechnung 05/06 zum Zeitpunkt der Vorlage wurde meinerseits scharf kritisiert. Dadurch konnten deutliche Verbesserungen im Vorfeld erfolgen, welche im Prüfbericht korrekt festgestellt wurden. Dass trotzdem die Abrechnung nicht zufriedenstellend ist, wurde dem StudentInnenRat meinerseits mehrmals mitgeteilt, zuletzt ausführlich in der öffentlichen Sitzung vom 15.05.2007.

Senkung der Semesterbeiträge

Der Haushaltsausschuss des StudentInnenRates hatte eine drastischere Senkung der Semesterbeiträge empfohlen, welche ich unterstützt habe. Der StudentInnenRat hat jedoch anders entschieden.

Mehrere Probleme, die mit der Einhaltung des Planansatzes zusammenhingen, sind verwaltungs- und personalbedingt gewesen. Die Vermeidung bzw. Linderung dieser Probleme hat mich erhebliche Arbeit gekostet. Teilweise ist dies erfolgt, wie man auch in der Gesamtbetrachtung der Einhaltung des Planansatzes sehen kann (Einnahmen/ Ausgaben: Plan 698.102,94 - Ist 681.649,21).

Vollständige und zeitnahe Abrechnung von Zuwendungen

Wie korrekt festgestellt worden ist, gab es bei Großveranstaltungen finanzielle Ungereimtheiten. Ich habe dem StudentInnenRat mehrmals mitgeteilt, dass eine Professionalisierung der Finanzverwaltung erfolgen muss, um den Umsatz des StudentInnenRates gerecht zu werden und den Umfang an Verwaltungsvorgängen erfolgreich zu bewältigen. Mit dem vorhandenen Personal und mangelhafter Verwaltung war es mir trotzdem gelungen weiteren Schaden abzuwenden. Ich habe die Problematik dem StudentInnenRat mehrmals offen dargestellt und es wurde gemeinsam mit den Beteiligten bemüht die Strukturen nachhaltig zu verbessern.

Insgesamt wird jedoch in der Prüfmitteilung deutlich, dass im Vergleich zu den Vorjahren eine deutliche Verbesserung der Verwaltungsstruktur und eine Erfüllung der Kontrollaufgabe der Finanzreferentin erfolgten. Ich möchte mich bei allen MitarbeiterInnen, die mich diesbezüglich bei meiner Aufgabe unterstützt haben, herzlich bedanken. Es war ein großer Aufwand für alle eingefahrene Vorgänge und bestehende Mentalität zu verändern.

Darlehen und Unterstützungsleistungen

Bei den sozialen Leistungen gab es mehrere unbegründete Auszahlungen und eine Vernachlässigung des Mahnwesens.

In Bezug auf die Darlehenspraxis habe ich in aller Härte die Missstände behoben. Der StudentInnenRat wurde dazu umfassend informiert.

In Bezug auf das Thema Unterstützungsleistungen sollte hier zwischen den Zuwendungen an Studierende mit Kind und solchen an ausländische Studierende unterschieden werden. Beide Bereiche wurden von mir geprüft und kritisiert.

Bezüglich der ersten Thematik wurde das Gespräch um eine nachhaltige Verbesserung gesucht, das in meiner zweiten Amtszeit fortgesetzt wurde.

Beim zweiten wurden die Auszahlungen meinerseits untersagt, was jedoch die zuständige Referentin nicht beachtete. Auch hierzu habe ich den StudentInnenRat umfassend informiert.

Steueraspekte

Die Innenrevision empfahl erneut eine Steuerberatung in Anspruch zu nehmen.

Dies habe ich zum ersten Mal getan. Der StudentInnenRat wurde fortlaufend informiert und für die Thematik sensibilisiert. Hier möchte ich mich für die Kooperation und Übernahme der Kosten beim Kanzler und bei der zuständigen Dezernentin bedanken.

Verbesserung des Finanzwesens

Das Finanzwesen wurde im Jahre 05/06 unter meiner Amtszeit sowie mit Hilfe des angestellten Personals, meiner KollegInnen, des Haushaltsausschusses, interessierten und hilfsbereiten Studierenden, und auch der Verwaltung der Universität nachhaltig verbessert. Dass diese Bemühungen fortgesetzt werden müssen, steht außer Frage.

Die Empfehlung der Innenrevision, jeden Monat „ein wenig“ zu prüfen, kann ich jedoch nicht teilen. In meiner Amtszeit haben die Finanzverwalterin des StudentInnenRates und ich einen erheblichen Aufwand gehabt vier Prüfungen, (Sächs. Rechnungshof, Innenrevision, Finanzamt, Sozialversicherung) zu betreuen. Eine Prüfung jeden Monat würde meines Erachtens die Finanzverwaltung lahm legen, eine erhebliche Ressourcenverschwendung und ein Einschränken der Finanzautonomie der StudentInnenschaft, die laut Hochschulgesetz gewährleistet werden soll, bedeuten. Die Universität kann ihrer Kontrollaufsicht gerecht werden, wenn sie einmal im Jahr ordentlich und vollständig prüft, was hoffentlich diesmal passiert ist.

Schlusswort

Ausgehend von einer desolaten Ausgangslage, wie aus dem Vergleich zu den Prüfmitteilungen der vergangenen Jahre offensichtlich wird, welche durch die Innenrevision und den Sächsischen Rechnungshof ausgestellt wurden, und dem StudentInnenRat zugegangen waren, sieht man im Prüfungszeitraum eine deutliche Verbesserung in allen Ebenen des Finanzwesens und Verwaltung des StudentInnenRates. Diese wurde unter meiner Federführung und Unterstützung meiner KollegInnen und des Personals, wie nochmals erwähnt, bewältigt. Es sind jedoch viel zu viele Baustellen noch offen geblieben, welche konsequentes Handeln erfordern.

Ich bedanke mich bei allen, die mich bei der Arbeit unterstützt haben, und schließe somit auch alle faire Kritikerinnen ein. Ohne diese breite Unterstützung und Auseinandersetzung wäre von dem, was für die Verfasste Studierendenschaft in der Amtszeit erreicht wurde, nichts möglich gewesen.

Ich wünsche euch allen ein gutes Gelingen, Mut zur Konsequenz und bitte hier mit um meine Entlastung aus dem Amt für das Jahr 05/06.

Solidarische Grüße