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31.10.2010

Hochschulzugang für ausländische BewerberInnen

Das Thema Hochschulzugang für ausländische BewerberInnen bleibt hochaktuell, wenn wir uns auch die aktuelle Integrationsdebatte vor Auge führen. Hier der Link zu meinem letztjährigen Artikel dazu. Manche Daten sind bereits veraltet, aber die Aussagen weniger.

Hier der Anfang des Artikels...

Ausländische Studierende zwischen Quote und Marginalisierung. Zum Rückgang der Internationalisierung der deutschen Universität.

›Internationalisierung‹ ist eines der zentralen Schlagworte der derzeitigen Hochschulreform. Dennoch nimmt der Anteil ausländischer Studierender in Deutschland derzeit ab. Dass dies kein Zufall sondern Ergebnis neuer Hürden und Gebühren ist zeigt Eleni Andrianopulu.

Ausländische Studierende stellen mit 11,9 Prozent einen nicht unerheblichen Teil der Studierenden in Deutschland.1 Nachdem die Anzahl der ausländischen Immatrikulierten zwischen 1981 und 2004 stetig angestiegen ist,2 folgte eine Stagnation zwischen 2004 und 2007. Seit 2008 gehen die absoluten Zahlen und der prozentuale Anteil erstmals zurück.3 Im Folgenden werden Daten der amtlichen Statistik vorgestellt. Durch diese soll eine Einführung in das Thema des Hochschulzugangs ausländischer Studierender erfolgen, sowie eine erste Ursachenanalyse ermöglicht werden.

In Deutschland gibt es 3944 Hochschulen und 1.996.062 StudentInnen, davon sind 236.934 AusländerInnen.5 In der Statistik vom Wintersemester 2007/2008 wird zwischen BildungsausländerInnen (177.852) und -inländerInnen (55.754) unterschieden.6 In diesen Zahlen sind alle immatrikulierten nichtdeutschen StaatsbürgerInnen erfasst, unabhängig davon ob sie in einem grundständigen, in einem weiterführenden oder in einem Promotionsstudiengang eingeschrieben sind. Die BildungsinländerInnen haben ihre Hochschulzugangsberechtigung (HZB) an einer deutschen Schule erworben oder eine Begabten- bzw. Eignungsprüfung (meist
Voraussetzung für die Zulassung an Musik-, Kunst- und Übersetzungsstudiengängen) an einer deutschen Hochschule bestanden. Das deutsche Abitur kann auch im Ausland an einer deutschen Schule erworben werden, die Mehrheit der BildungsinländerInnen ist jedoch in Deutschland zur Schule gegangen.

Rückgang der Anzahl von BildungsinländerInnen

Von Seiten der Hochschulen wird der Rückgang des Anteils der BildungsinländerInnen nicht als dramatisch empfunden, vor allem, weil keine Ursachenforschung betrieben wird. Als Erklärung wird schnell ein ›Versagen‹ der Integrationspolitik konstatiert, die außerhalb der Zuständigkeit der Hochschulen liege. Die Debatte wird dann meist nicht weiter vertieft; zu oft wird das selbstzensierende Argument des ›hochschulpolitischen Mandats‹ – also der Nichtzuständigkeit – seitens der AkteurInnen für eine Beendigung der Debatte eingeworfen. Ein erster Schritt, dem entgegen zu wirken und eine Diskussion anzukurbeln, ist die Bewusstmachung der Realität in den Hochschulen durch das Erheben und Veröffentlichen statistischer Daten über BildungsinländerInnen.

Der Deutsche Akademische Austausch Dienst (DAAD) tut dies neuerdings in seiner
jährlichen Veröffentlichung Wissenschaft weltoffen7.

Mehr zu lesen im Heft.

29.10.2010

Deutsch-griechische Beziehungen

Gestern zum 60. Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkriegs für Griechenland habe ich einen sehr interessanten Vortrag an der Uni Hamburg zu den deutsch-griechischen Beziehungen von Prof. Dr. Hagen Fleischer gehört. Dabei ging es um die deutsche Besatzung während des zweiten Weltkrieges und um die Folgen für das kollektive Gedächtnis und die deutsch-griechische Diplomatie, die gern das Themenkomplex 'Schuld und Reparation' ausgeklammert hat. Auch über die Kollaborateure und deren Nachfolger und dem noch nicht zurückgezahlten Kredit der Deutschen an die Griechen wurde geredet. Insgesamt einer der besten Vorträge, die ich seit langem gehört habe: sehr fundiert, sehr interessant, sehr kurzweilig, sehr lehrreich.

Ich empfehle zum Einstieg in die Thematik ein Interview, das ich bei Deutschlandradio gerade gelesen habe, als auch seinen neusten Artikel im Buch "Hellas verstehen" vom Böhlau Verlag. Bestellt es für eure Bibliothek.

Bild Hamburg 2008, Εικόνα Αμβούργο 2008

21.02.2009

Es geht weiter!

Ich habe zwar keine Prüfungen bis März, aber das heißt nicht, dass ich nichts für meinen Abschluss zu tun habe.

Heute habe ich zum Beispiel die Übungsklausur einer Freundin korrigiert und habe so auch ein wenig nebenbei geübt.

Hier ein paar Auffälligkeiten, die ich festhalten will und vielleicht auch anderen Prüflingen oder BerufseinsteigerInnen helfen könnten:

Häufiges Problem in Übersetzungen ins Deutsche ist die Behandlung von Zitaten und die Vermischung mit der indirekten Rede, die im folgenden Beispiel besonders unschön durch die Verschachtelung in weiteren Nebensätzen wird. Das Beispiel aus einem Text von Saber. El Periódico de las universidades de Andalucía. 3.10.2008:

recuerda que los estatutos de la Universidad de Bolonia en el año 1200 advertían que cualquier hombre que permitiera entrar a una mujer en la institución sería “severamente sancionado por el rector”


Mein Vorschlag wäre hier:


erinnert, dass im Jahre 1200 die Statuten der Universität Bologna vorsahen, dass der Mann, der einer Frau Zutritt zur Universität gewähre, "durch den Rektor schwer bestraft" werde.

Das Spanische ist oft perifrastischer als das Deutsche, wenn die Struktur des Spanischen erhalten wird, können überflüssige Nebensätze entstehen. Hier ein Beispiel aus demselben Text:


En España el ingreso de la mujer en la universidad no fue posible hasta 1910, cuando se dictó un decreto que permitía alumnas en las aulas universitarias.


Vorschlag:


In Spanien wurden Frauen erst 1910 per Dekret zum Hochschulstudium zugelassen.

Kürzungspotenzial gibt es auch bei Rekurrenzen, die im Spanischen deutlich mehr durch Synonyme und im Deutschen durch Wiederholung der lexikalischen Einheit entstehen. Weiter im Text:


Las profesoras apenas suponen el tercio del colectivo docente y esta proporción cae drásticamente hasta el 13% en el caso de las catedráticas, de acuerdo con los datos que maneja la catedrática de Psicología Social de la Hispalense.


Vorschlag:

Die Dozentinnen bilden kaum ein Drittel des Lehrkörpers. Laut den Daten der Sozialpsychologin sinkt der Frauenanteil steil und bis auf 13 Prozent im Falle der Lehrstuhlinhaber und -inhaberinnen.


Und so schaffen wir Platz um geschlechtergerecht einen Text über die miserable Lage der Frauen in der Wissenschaft zu übersetzen. Nicht schlecht, oder?

Falls ihr bessere Vorschläge oder Anmerkungen habt, könnt ihr gern eure Kommentare hier lassen oder mir zuschicken.

Das war 's erstmal für heute. Bis bald!

Nachtrag 28.03.09: Der Ausgangstext kann hier 'runtergeladen werden (Klausurtext WiSe 08/09 Allgemeinsprachliches Übersetzen C. Sinner)

Bild Kalter Winter in Leipzig, Εικόνα Πολύ κρύο στη Λειψία

21.03.2008

EDULINK Programme (HEIs Cooperation EU (15)-Africa, Carribean, Pacific Group)

The 3rd Call for Proposals under the EDULINK Programme has now been published. Please go to the ‘How to apply’ section of the EDULINK website to find the relevant documents. They are also published on the EuropeAid website.

If yours is an institution active in the field of higher education, or in touch with such institutions, we would appreciate if you would pass this information to all those who might be interested in it.

The deadline for submission of proposals is 18 June 2008. Please note that there are a number of changes compared to the 2nd Call regarding the levels of funding, sectors/themes and types of projects that can be funded.

There will be an Information Day at the ACP House in Brussels, tentatively scheduled for early April. As soon as the definitive date is known, we will publish it on the EDULINK website and ask you to register if you intend to participate.