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02.04.2009

Kurze Vorstellung der DAAD-Gremienarbeit für StudentInnenschaften


In einer Stunde bin ich beim Allgemeinen Studierendenausschuss der Universität Hamburg eingeladen, um über den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) zu sprechen bzw. diesen und die studentische Gremienarbeit vorzustellen. In Vorbereitung auf die Mitgliederversammlung des DAAD im Juni 2009 hielt ich es für nützlich meine Kurzpräsentation allen zur Verfügung zu stellen, dann kann die Mobilisierung der Mitgliedsstudierendenschaften etwas effizienter gestaltet werden.

Kurze Vorstellung des DAAD:

Der DAAD ist rechtlich ein Verein und tritt zunehmend programmatisch und förderungstechnisch für die Internationalisierung der deutschen Hochschulen ein.
Er verfügt über einen stattlichen Etat, und vergibt nicht nur Stipendien (ERASMUS, Auslandsstipendien und Stipendien an AusländerInnen), sondern wirkt effektiv auf die Hochschulen in Sachen Internationalisierung und ist der einzige ernstzunehmende Akteur in dieser Hinsicht in der Bundesrepublik. Seine Aufgaben erstrecken sich auf folgende Bereiche: Hochschulmarketing, Hochschulzugang, Studiengebühren, Entwicklungspolitik, Wissenschaftspolitik, Arbeitsmarktpolitik, wie auch Ausländer- und Integrationspolitik. Die Richtlinien geben letztlich die Bundesministerien (Bildung und Forschung, Auswärtiges Amt, Wirtschaftliche Zusammenarbeit) und die HochschulrektorInnenkonferenz vor, aber die KultusministerInnenkonferenz, die Deutsche Forschungsgemeinschaft und das Deutsche Studentenwerk haben auch ein Wort mitzureden. Er beeinflusst direkt die Arbeit der Hochschulen und ihrer Akademischen Auslandsämter.


Die Gremienstruktur des DAAD ist überschaubar.
An der Spitze steht der seit 2007 gewählte Präsident, Prof. Dr. S. Hormuth, Universität Gießen und der angestellte Generalsekretär Dr. C. Bode. Sie bestimmen das Tagesgeschäft und haben strategisch das Meiste zu sagen.
Der DAAD-Vorstand tagt vier Mal im Jahr und hat die Richtlinienkompetenz inne. Im Vorstand sind die Studierendenschaften durch drei gewählte Mitglieder vertreten. Seit 2007 sind diese: Johannes Glembek, Universität Trier, Lisa Bicknell, Universität Mainz und Cheng Ni, RWTH Aachen.
Das Kuratorium des DAAD tagt ein Mal jährlich und ist hauptsächlich mit von Amts wegen entsandten Mitgliedern besetzt. Es wirkt als Aufsichts- und Beratungsgremium, entscheidet über langfristige, strategische Projekte. Hier sitzen praktisch die Geldgeber: Bundesministerien (effektiv die Mehrheit), KultusministerInnenkonferenz, Deutsche Forschungsgemeinschaft, aber auch das Deutsche Studentenwerk und die HochschulrektorInnenkonferenz sind vertreten. Gewählt sind sechs Mitglieder: drei Professoren und drei StudentInnen. Die drei VertreterInnen der Studierendenschaften sind: Erick Tambo, TU Dortmund, Martin Menacher, Universität Mainz und ich.
An der Basis entscheidet die Mitgliederversammlung (MV), die ein Mal im Jahr, ende Juni, in der Regel in Bonn, im Sitz des DAAD stattfindet. Die MV wählt die Gremien, verabschiedet das Arbeitsprogramm (genannt "Aktionsprogramm") und fungiert als offizielle Rückkopplung zu den Hochschulen und Studierendenschaften. Mitglieder des DAAD sind die Hochschulen (Beitritt erforderlich) und ihre Studierendenschaften (gesonderter Beitritt erforderlich). Die Universitäten haben eine ganze Stimme, die Fachhochschulen haben in jedem Bundesland ein bis zwei stimmführenden Hochschulen. Die Kunst- und Musikhochschulen haben keine Stimme.
In der nächsten MV werden die studentischen Mitglieder für 2010-2011 für Vorstand und Kuratorium gewählt.
Bei der MV geht es nicht allein darum, studentische Interessen zu vertreten und sich zu vernetzen, wie es immer so bei Vereinen ist, sondern auch Präsenz und Verantwortung zu zeigen. Die angepackten Initiativen in den Gremien, die Übernahme von mehr Verantwortung durch die Studierendenschaften und das dadurch erzeugte Gehör für studentische Visionen (übrigens in den letzten vier Jahren sind alle studentischen Anträge in der MV angenommen worden) erfordern die Unterstützung der Mitglieder. Eine solidarische, weltoffene und antirassistische Studierendenschaft und Hochschule bedarf vieler Anstrengungen und eines langen Atems.

Kurze Vorstellung des Aktionsprogramms:
Die Richtlinien der Arbeit des DAAD von 2008 bis 2011 sind 2008 auf der MV in Berlin beschlossen worden.
Einen Teil des Programms bildet der Ausblick auf Stipendienprogramme, sowohl in Neuauflagen, wie auch in der Fortsetzung und Weiterentwicklung erfolgreicher Programme. Generell jedoch bevorzugen die Geldgeber neue Namen für dieselben Inhalte.
Einen großen diskussionswürdigen Teil des Aktionsprogramms bilden die programmatischen Perspektiven zur Internationalisierung der deutschen Hochschulen. Es werden damit sehr widersprüchliche politische (auch parteipolitische) Konzepte in einem Schmelztiegel zusammengeführt. Hier geht es um die Ausgestaltung der Studienangebote, die Selektion ausländischer Studierender, die Bestimmung ausländerrechtlicher Bestimmungen, das Hochschulmarketing, die Personenmobilität und, nicht zu vergessen, um die deutschen Wirtschaftsinteressen im Ausland (und Inland).
Einen großen Teil der Arbeit des DAAD bildet die Förderung der deutschen Sprache und Kultur. Dies widerspiegelt sich im Programm hauptsächlich durch die Förderung von Germanistik- und Übersetzungsinstituten im Ausland und Inland und den Ausbau der Institute und Stellen für Deutsch als Fremdsprache.
Einen mittlerweile kleinen Teil der DAAD-Programmatik bildet die Entwicklungsarbeit für Frieden und Krisenprävention. Er ist jedoch weiterhin nicht wegzudenken und ungeheuer wichtig.
Der DAAD möchte in den nächsten Jahren sein Etat auf 400 Millionen Euro (von 300) anwachsen lassen, um sein Aktionsprogramm umsetzen zu können.

Studentische (Gremien-)Arbeit im DAAD:
In den letzten Jahren ist durch erfolgreiche Interventionen der Gremienvertreterinnen und der Mitgliedsstudierendenschaften einiges für die Studierendenschaften erreicht worden. Die Studierendenschaften wurden aus ihrer Randstellung herausgeholt. Es wurden für sie Projekte mit der Unterstützung (finanzielle oder ideele) des DAAD gestaltet, bei denen sie ihre Sicht der Internationalisierung und einer offenen und kritischen Hochschule darstellen konnten. Studierende waren zum ersten Mal zu Tagungen eingeladen und führten Workshops zur Integration. Gerade ist ein Pilotprojekt zu Ende gegangen, das die Erstsemesterarbeit der Fachschaften ins Visier genommen hat, mit dem Ziel diese integrativ für ausländischen Studierende zu gestalten. Die Ergebnisse sind vielversprechend. Eine Weiterentwicklung der Ansätze ist also die nächste Aufgabe.

Hamburg, 02. April 2009

Quellen:
Aktionsprogramm DAAD 2008-2011: www.daad.de/presse/de/aktionsprogramm_9_07_08.pdf
Bericht über das Pilotprojekt "Integrative Erstsemesterarbeit in den Fachschaften" 2008: Bitte mir eine Email schreiben.
Weitere Beiträge und Berichte in meinem Blog über den DAAD: http://elan-weblog.blogspot.com/search?q=daad

Bild DAAD Bonn 2005, Εικόνα Βόννη 2005

07.08.2008

Wie mensch DAAD-KuratorIn wird

Meine Arbeit in Hamburg ist so gut wie geschafft; das Archaismen-Wörterbuch ist ein gutes Stück weiter und ich habe eine Menge gelesen und dazu gelernt.

Bevor ich mir jedoch ab morgen eine Pause mit FreundInnen und Familie in Berlin, Leipzig, auf den Bergen und am Meer gönne, arbeite ich ein wenig eingegangene Post ab, denn ich bin absolut urlaubsreif und es kann sein, dass ich länger nichts Pflichtbewusstes mache...

Ich wurde gefragt: Wie wird mensch DAAD-KuratorIn, praktisch so wie du?

Also davon abgesehen, dass so zu werden, wie ich, ein langwieriger Prozess ist, den ich niemandem anraten mag, kann ich folgendes dazu sagen:

Die Mitglieder des Kuratoriums des Deutschen Akademischen Austausch Dienstes (DAAD) werden auf der Mitgliederversammlung (MV) des DAAD alle zwei Jahre gewählt. Die VertreterInnen der Studierendenschaften werden wieder in der nächsten MV für die Amtszeit 01. Januar 2010 bis 31. Dezember 2011 gewählt, die Ende Juni 2009 höchstwahrscheinlich in Bonn (Sitz des DAAD) stattfindet. Sie werden mit einer 2/3 Mehrheit der anwesenden Mitgliedsstudierendenschaften gewählt.

Um überhaupt gewählt zu werden, muss mensch vorher und zwar auf dem offiziellen Vorbereitungstreffen der Mitgliedsstudierendenschaften, das meist zwei Stunden vor der MV stattfindet (so um 9 Uhr morgens und die MV beginnt spätestens um 11, meist jedoch um 10 Uhr), mit einem Viertel der Stimmen durch die anwesenden Mitgliedsstudierendenschaften beziehungsweise ihre delegierten VertreterInnen nominiert werden.

Und wenn das alles vorbei ist, dann ist mensch DAAD-KuratorIn, praktisch so wie ich!

Wenn ihr mehr Infos aus der Arbeit im Kuratorium haben wollt, könnt ihr auch auf Gremien weiter unten klicken, oder mich einfach fragen.

Bild DAAD-Mitgliedstudierendenschaften-Vorbereitungstreffen, Bonn 2005
- Imágen Bonn 2005 DAAD- Εικόνα Βόννη, Γερμανική Υπηρεσία Ακαδημαϊκών Ανταλλαγών, 2005

20.06.2008

Vorbereitung der Studierendenvertretungen für die DAAD Mitgliederversammlung

Dieses Jahr haben mehrere Mitglieder meines Wissens zu spät ihre Einladung und Unterlagen bekommen. Dies erschwert die angemessene Vorbereitung der Mitgliederversammlung seitens der Studierenden. Falls ihr auch heute, 2 Werktage davor, noch nichts vom Deutschen Akademischen Austausch Dienst (DAAD) gehört habe, meldet euch schnellstens!

Darüber hinaus wurde das Vorbereitungstreffen, doch wie gewohnt, auf den selben Tag der Mitgliederversammlung verlegt. Die Information, die ich bis jetzt weiter gegeben habe (dass die Studierendenschaften am Abend davor sich treffen sollten) ist falsch. Ich weiß nicht, wann diese Änderung seitens der Verwaltung vorgenommen wurde, ich wurde jedoch gerade erst informiert... Nichts für ungut, ich hoffe, dass zumindest somit mehr Delegierte anwesend sein werden.

Es handelt sich um das OFFIZIELLE Vorbereitungstreffen der Studierendenschaften- Mitglieder des DAAD, welches sehr wichtig ist, da wir immer Abstimmungs- und Vorbereitungsbedarf haben, diesmal wird unter anderem das Aktionsprogramm des DAAD dran sein. Das Treffen findet am Dienstag, den 24. Juni um 9.30 im Saal Baden-Württemberg der Vertretung des Landes Baden-Württemberg in Berlin statt.

Alle Delegierten werden gebeten rechtzeitig anzureisen und sich entsprechend vorzubereiten. Das Treffen wird nur 1 Stunde dauern. Wenn es zu den Unterlagen Verständnisfragen gibt, werdet ihr angehalten sie gern an meine KollegInnen im Vorstand und Kuratorium und mich zu schicken, wir antworten direkt. Unsere Verteileradresse ist ak-daad(at)yahoogroups.de.

Falls ihr am Montag abend anreisen wollt, seid ihr herzlich willkommen es zu tun, mehrere studentische Mitglieder des Vorstands und Kuratoriums werden da sein (wir treffen uns wegen Vorbereitung ja eh am Tag davor) und es ist sicherlich von Nutzen alles in Ruhe und in der Hektik des letzten Moments vorzubesprechen. Falls ihr eine Übernachtung braucht, meldet euch heute noch, da können wir was organisieren.

Falls ihr verhindert seid, meldet euch auch schnellstens!

Ein paar inhaltliche Worte zum DAAD und zu der Mitgliederversammlung findet ihr hier.

Bild Vorbereitungstreffen Studierendenschaften DAAD, Bonn 2005

18.06.2008

Studierendenvertretung im Deutschen Akademischen Austausch Dienst

Die Mitgliederversammlung (MV) des Deutschen Akademischen Austausch Dienstes (DAAD) wird ausnahmsweise in Berlin (und nicht wie immer im Sitz des DAAD in Bonn) am 24. Juni stattfinden. Mehrere Studierendenschaften sind Mitglied, (bei weitem jedoch nicht alle). Der Mitgliedsbeitrag ist 20 Euro jährlich. Es bleiben nur ein paar Tage, um die Delegationen der Studierenden anzumelden. In diesem Sinne schreibe ich hier für euch einige Infos dazu und bitte euch noch eure Anmeldung vorzunehmen:

Der DAAD ist eine riesige (vom Umsatz her) Organisation, welche nicht nur Stipendien (ERASMUS, Auslandsstipendien und Stipendien für AusländerInnen) vergibt, sondern die Hochschulen in Sachen Internationalisierung effektiv lenkt. Der DAAD ist der einzige ernstzunehmende Akteur in Sachen Internationalisierung der Hochschulen. Er beschäftigt sich mit dem Hochschulmarketing, Hochschulzugang, Studiengebühren, Entwicklungspolitik, Wissenschaftspolitik, Arbeitsmarktpolitik, wie auch Ausländer- und Integrationspolitik. Der DAAD ist sehr aktiv in allen Bereichen in denen vor allem die Bundesministerien (Bildung unf Forschung, Auswärtiges Amt, wirtschaftliche Zusammenarbeit) und die HochschulrektorInnenkonferenz, aber auch die KultusministerInnenkonferenz, die Deutsche Forschungsgemeinschaft, das Deutsche Studentenwerk und andere es so möchten. Er beeinflusst direkt die Arbeit der Hochschulen und der Akademischen Auslandsämter.

In letzter Zeit ist einiges für die Studierendenschaften erreicht worden: sie wurden aus dem marginalen Zustand rausgeholt und es wurden Projekte für sie mit der Unterstützung (finanzielle oder auch mit dem Label des DAAD) gestaltet, bei denen sie ihre Sicht der Internationalisierung und einer offenen und kritischen Hochschule darstellen können. Studierende waren zum ersten Mal in Tagungen eingeladen und haben Workshops zur Integration organisiert. Gerade wurde ein Pilotprojekt gestartet, was direkt die Erstsemesterarbeit ins Visier nehmen soll und sie gemeinsam für ausländische und nicht ausländische Studierende gestalten soll.

Bei der MV geht es darum nicht allein studentische Interessen zu vertreten und sich zu vernetzen, wie es immer so bei Vereinen ist, sondern um auch schlicht und einfach durch Präsenz zu zeigen, dass diese angefangene Arbeit für mehr Verantwortung durch die Studischaften und im Austausch mehr Gehör für studentische Visionen (übrigens in den letzten drei Jahren sind alle studentischen Anträge in der MV angenommen worden, das macht verdammt viel Arbeit, die unterstützt werden sollte) einer solidarischen, weltoffenen und antirassistischen Studierendenschaft und Hochschule.

In der diesjährigen Mitgliederversammlung wird das Aktionsprogramm für die nächsten 6 Jahre verabschiedet und somit die Weichen für die Arbeit des neuen Präsidenten gestellt.

Bild Vorbereitungstreffen der Studierendenschaften im DAAD, März 2005