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28.09.2016

Die Grenze ist eine braune Linie -- keine Grauzone.

Athen, Αθήνα 2016
Seit Beginn dieser PEGIDA-braunen Brechspaziergänge scheint der nette Nachbar von nebenan, na gut der komische Kautz von da drüben, ok ganz ehrlich, man meinte schon immer, der mit dem man selbst eh nie wirklich ein Wort wechseln wollte, irgendetwas Singuläres zu haben: Angst! Angst vor Überfremdung, vor schwarzen Jugendlichen, vor unbegleiteten syrischen Minderjährigen, vor dem Islam, vor der Bedeutungslosigkeit des eigenen Lebens(stils), der skurrilerweise seit eh und je bedeutungslos war, der eigenen Lehrmeinung, obwohl niemand ihn gebeten hat zu dozieren, vor dem Sturz des eigenen Mythos´, der irgendwie national-bla verbunden ist mit regional-ja, das ist gut.

Lieber verwirrter Mitmensch, nein, dein Nachbar ist nicht so verwirrt wie du und er hat keine Angst. Dein privat bekannter Wutbürger oder besorgter Antiislam-Mitdiskutant, dein AfD-Wähler, dein PEGIDA-Mitläufer hat keine Angst. Hör auf zu versuchen, ihm Rechtfertigung geben zu wollen. Ja, ich fühle mit: Dein Papa wählt AfD, ist aber kein Fascho, klar. Hör auf zu versuchen, Gemeinsamkeiten zu konstruieren. Ihr wart zusammen in derselben Schule und jetzt das: Oje! Hör auf dich zwischen Erklärungsnot und Fremdschämen zu zwängen.

Wenn du Angst hast, oder dir Sorgen machst, gehst du nicht auf die Straße ´rumgröllen, zündest keine Flüchtlingsheime an, beschimpfst keine eingesperrten Kinder in Bussen oder anderswo, du sagst auch nicht "Neger" einfach mal so vor laufenden Kameras und verkehrst nicht mit solchen Leuten, die das tun. Wenn du Angst hast. Wenn du Angst hast, bleibst du schön zuhause ruhig und abwartend, weil du Angst hast. Wenn du so aktiv wirst, hast du keine Angst, du bist einfach ein Verbrecher, ein Menschenhasser, ein Fascho, ein Nazi und nichts weiter. Gab es immer schon, wird es immer geben. Hauptsache du bleibst allen anderen zu liebe, eine nicht tolerierbare kleine Minderheit, die ihren Hass in sich selbst frisst oder wenn es dich doch überkommt, wirst du in einem der vielen Gefängnissen dieser Welt eingesperrt.

08.11.2009

Μην το ρωτάς τον ουρανό! - Frag nicht den Himmel danach!

Ένα από τα αγαπημένα μου τραγούδια με την Τζένη Καρέζη στην αντιστασιακή ταινία «Το νησί των γενναίων» (1959) του Ντίμη Δαδήρα. Η μουσική είναι του Μάνου Χατζιδάκι.

Eins meiner liebsten Lieder aus dem Jahre 1959. Es singt Jenny Karesi im Film "To nissi ton jeneon [Die Insel der Tapferen]", einen Widerstandsfilm, der auf der Insel Kreta spielt. Die Musik ist von Manos Chadsidakis.

01.09.2008

"Nazis sind keine Kinderfreunde"

Auch heute heißt es auf die Straße gehen, denn die Nazis kommen diesmal organisiert und haben eine Kundgebung ab 18 Uhr in der Oststraße (Leipziger Osten) angemeldet.

Dazu gibt es zwei angemeldete Gegenaktionen:

16.00-20.00 Auf dem Augustusplatz gibt es eine breit organisierte Kundgebung unter dem Motto "Keine Gewalt- gegen niemanden"

und etwas später

17.00-21.00 An der Riebeckbrücke eine weitere Kundgebung unter dem Motto "Nazis sind keine Kinderfreunde".

Auf die Straße gehen und die braune Soße wegwischen!

28.08.2008

Heute noch gegen Nazis demonstrieren!



Nicht vergessen: heute um 17 Uhr gleich am Südplatz gegen Nazis demonstrieren und auf das Urteil zur Räumung des Thor Steinar Ladens im Leipziger Zentrum reagieren!

Hier geht es zum Hintergrund der Demonstration.

15.04.2008

Leipzig Courage Zeigen

Wer noch nicht mitbekommen hat, dass Leipzig Courage Zeigen auch dieses Jahr jungen Musikerinnen und Musikern aus der Region einen Raum gibt, ihre Botschaft für Toleranz, gegen Gewalt und Rassismus zu platzieren, dem sei empfohlen sich schnellstens kundig zu machen. Das 10. Festival hat bereits angefangen und hält nur noch ein wenig. Nächster Wettbewerbstermin ist der 18. April in der Halle 5. Es treten mehrere Bands mit Leuten, die ihr vielleicht auch kennt, und rocken, was das Zeug hält. Hier geht es zur offiziellen Festivalhomepage und weiter unten findet ihr ein Video der Band Ohrwerk, die auch am 18. April auftritt. Viel Spaß!

06.10.2007

Antifademo in Leipzig 3.10.07

Weblog: Wie fandest du die Demo am 3.10.07 in Leipzig?
Elan: Du meinst die Antifademo?
Weblog: Ja, wie fandest du sie?
Elan: Jetzt ganz erhlich, darf ich hier wirklich eine Antifademo kritisieren?
Weblog: Na klar. Was hat dir denn nicht gepasst?
Elan: Der Redner und die Oberflächlichkeit, welche er ausgedrückt hat.
Weblog: Ui! Da musst du jetzt konkreter werden.
Elan: Ach ist egal, bei ihm hat das Handwerk einfach gefehlt. Es ist einfach nur nervig zwei Stunden lang einen schlechten (keine Stimme, keine Inhalte, keine Pointen, keine Aufforderung, keine Kommunikation mit den DemonstrantInnen) Redner zu hören, aber wie bekannt ist Rhetorik in Deutschland nicht sehr hoch angesehen.
Weblog: Das stimmt doch gar nicht. Alle wollen hier gute RednerInnen hören. Ich glaube, dass ist eine unzulässige Generalisierung deinerseits.
Elan: Glaube ich nicht. Es ist einfach erschreckend, wie wenige (eine kleine Elite) tatsächlich rhetorisch versiert ist. Rhetorik ist zwar eine Kunst, aber definitiv nicht allein einer Elite vorbehalten. Außerdem geht es nicht darum, dass die Leute gute RednerInnen hören wollen, sondern ob tatsächlich Rhetorik zum Beispiel in der Schule oder an der Universität gelehrt und gelernt wird. Die Antwort ist leider, nein. Wieviele absolut zum Wahnsinn treibende Referate und Vorträge muss man denn hören, um endlich sie unterbrechen zu dürfen? Wann wird endlich geschult "frei" zu sprechen? Warum ist den Leuten so was von egal, ob sie nicht kommunizieren können, weil sie so schlecht reden können? Und warum werden hier oft Vorwürfe laut, dass gute Redner(innen) (per se?) Populist(inn)en sind?
Weblog: Ok, ich habe es verstanden. Worum ging es eigentlich bei der Demo?
Elan: Es ging darum gegen die Etablierung von Neonaziläden in Leipzig zu protestieren. Damit sind Läden, welche faschistische und Neonazi-Lifestyle-Produkte, wie Thor Steinar im Sortiment führen, gemeint gewesen. Hier ging es eher darum, dass die Kleidung und die Läden, die sie verkaufen, als Anziehungs- und Organisierungspunkt für Neonazis fungieren und somit die Forderung der DemonstrantInnen diese Läden zu schließen eine ernstgemeinte und legitime ist, welche ich mich auch anschließe. Nazistrukturen müssen aufgebrochen werden oder gar nicht entstehen.
Weblog: Aha. War denn die Demo erfolgreich?
Elan: Wenn man die TeilnehmerInnenzahl betrachtet, ja. Es waren mehr als 1500 Leute da.
Weblog: Waren die DemonstrantInnen denn einheitlich gekleidet?
Elan: Fast. In Deutschland ist es nun mal sehr wichtig durch die Kleidung seine politische Überzeugung kundzutun. Dem antideutschen Redner hat es jedoch nicht gepasst, dass manche mit Palitüchern aufgetaucht sind (während die israelische Fahne rumgeschwenkt werden durfte).
Weblog: Ja, Palitücher tragen sogar manche Neonazis.
Elan: Richtig. Allerdings finde ich es falsch nur weil Neonazis linke Codes (Bekleidung, Sprache) sich aneignen, diese in der linken Szene aufzugeben. Das war jedoch noch nicht mal die Begründung des Redners, der die Entfernung der Palitücher forderte. Er meinte, man wolle nicht kapitalistische Symbole in der Demo sehen!
Weblog: Hä? Das verstehe ich nicht. Was war damit gemeint?
Elan: Keine Ahnung. JedeR weiß, dass die Palitücher von den Antiimperialisten oder SympatisantInnen der PalästinenserInnen getragen werden. Also in diesem Sinne noch nie als kapitalistische Symbole gegolten haben. Aber ich weiß es nicht. Vielleicht kann mir das jemand da draußen noch freundlich erklären.
Weblog: Elan, ich danke dir für dieses Selbstgespräch.