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11.05.2008

Nationalist an der Universität Leipzig

Meine Amtszeit im Senat der Universität Leipzig war im Dezember 2007 zu Ende, im Februar veröffentlichten meine KollegInnen und ich unseren Jahresbericht und somit wären wir alle von unseren Aufgaben entbunden. Wie das jedoch so ist, gibt es Entscheidungen und Entwicklungen, die der Intervention auch nachträglich bedürfen.

Wie ihr aus dem Bericht der studentischen SenatorInnen (hier zu lesen) entnehmen könnt, sollte im November über einen Ehrendoktor an Vytautas Landsbergis, einen litauischen Politiker und Musikwissenschaftler entschieden werden. Trotz meiner damaligen Ausführungen im Senat über die nationalistische Gesinnung Landsbergis', wurde es dem Ehrenantrag zugestimmt.

Nach einer ausführlicheren Beschwerde von einem Kollegen und mir (weitere sind mir nicht bekannt, denke jedoch, dass es sie gegeben haben soll) an den Rektor kam es zu einer überraschenden Rücknahme des Antrags seitens des Antragstellers aus dem Institut für Musikwissenschaft. Somit wurde ein Skandal intelligenterweise vermieden, der erneut einen Schatten über die Alma Mater Lipsiensis hätte werfen können.

Der Antragsteller Prof. Loos hat jedoch Landsbergis zu einem Festvortrag nach Leipzig am 19. Mai eingeladen (hier das Programm). Er möchte darüber hinaus die jetzigen studentischen Senatsmitgliedern mit einem persönlichen Gespräch, das zwischen Landsbergis und ihnen stattfinden soll, überzeugen, dass Holocaustrelativierung, doch gar nichts Schlimmes sei.

Der feierliche Besuch an der Universität Leipzig eines bekennenden Holocaustrelativierers und Nationalisten, welcher Thesen der Neuen Rechte produziert oder widergibt, ist durchaus problematisch.

Weiter unten könnt ihr die unbeantwortete Beschwerde von mir lesen, welche einige Links zum Denken von Vytautas Landsbergis beeinhaltet, damit ihr eure eigene Recherche schneller gestalten könnt.

Ich habe leider diese Tage wegen Abgabedruck nicht weiter Zeit, um euch genauer darüber zu informieren, hoffe jedoch, dass ich in den nächsten Tagen wieder dazu komme. Ich hoffe jedoch, dass dieser kleine Beitrag doch einen informativen Gehalt hat.

From: meine Alternativemailadresse
> To: rektorΑΤuni-leipzig.de
> Subject: EILT!!! Ehrenpromotion Landsbergis
> Date: Mon, 19 Nov 2007 14:51:14 +0000
>
> Sehr geehrter Herr Prof. Häuser,
>
> ich habe am Dienstag den Senat mit dem Eindruck verlassen,
dass meinen Worten im Senat kein Vertrauen geschenkt wurde.
Der Nationalismus wurde mit Patriotismus gleichgesetzt und
meine Ausführungen verharmlost. Es wurde sogar gesagt, dass
ein Litauischer Nationalist "nicht so schlimm" sei, wie
einer aus dem Westen.
>
> Ich möchte einen weiteren Schaden von der Universität
definitiv abwenden (es ist ausreichend, dass das Institut
für KMW durch rechtsextreme Vorwürfe eines Lehrenden der
Universität bereits geschadet wurde). Ich bitte Sie
deshalb einen Weg zu finden, die Ehrenpromotion von Prof.
Landsbergis zu verhindern.
>
> Ich war in den letzten Tagen in der Leitertagung des DAAD.
Ich hatte also nicht viel Zeit ausgiebig zu recherchieren.
Ich schicke Ihnen wenige Exemplare -von sicherlich vielen-
der nationalistischen Ideologie, die Prof. Landsbergis
vertritt:
>
> 1. Prof. Landsbergis wurde von der Jungen Freiheit
interviewt:
>
> http://www.jf-archiv.de/archiv05/200519050608.htm
>
> Dieses Interview hat Wellen geschlagen, da er den Holocaust
relativiert hat. Nicht zuletzt ist es auch in der deutschen
Wikipedia zitiert:
>
> http://de.wikipedia.org/wiki/Vytautas_Landsbergis
>
> Er relativiert die Nazitaten und meint sogar, dass der 2.
Weltkrieg von Sowjets und Nazis gleich (geplant und) begonnen
wurde.
>
> http://www.uokg.de/Text2/Mit-Sachs02.htm
>
> 2. Prof. Landsbergis ist als damaliger Staatspräsident anfang
der 1990 bei Juden, Russen und Amerikanern "berühmt" geworden,
indem er die Nazitaten in Litauen relativiert hat und ehemalige
Nazis (als "gute Patrioten") freigelassen hat. Siehe:
>
> http://query.nytimes.com/gst/fullpage.html?
res=9D0CEFD9143EF934A3575AC0A967958260
>
> 3. Als EU-Parlamentarier wurde er bekannt indem er italienische,
französiche aber auch deutsche Linke auf die Palme gebracht hat.
Er hat nämlich das Verbot von Nazisymbolen in Europa dadurch
verhindert, indem er die Nazisymbole relativiert hat und mit
kommunistischen gleichgesetzt hat. Siehe:
>
> http://en.wikipedia.org/wiki/Vytautas_Landsbergis
>
> http://www.dielinke-europa.eu/dokumente/presse/view_
dok_html?zid=1441
>
> Es tut mir Leid, dass ich wirklich keine Zeit habe
für Sie weiter zu recherchieren, am Donnerstag ist
meine Abschlussprüfung und ich muss noch 400 Seiten lesen,
ich hoffe, dass Sie nach eigener Recherche meine
Befürchtungen teilen werden, dass es nicht lange dauern wird
bis die Universität (und selbstverständlich vor allem Sie als
Vertreter) ernsthafte Probleme durch diese Ehrenpromotion
bekommen wird.
>
> Ich möchte selbstverständlich auch Ihnen sagen, dass ich
mich nicht nur um die Universität sorge, sondern auch um
meinen eigenen Ruf als (noch sehr junge) Senatorin.
>
> Für ein persönliches Gespräch stehe ich Ihnen gern zur
Verfügung.
>
> Mit freundlichen Grüßen
>
> Eleni Andrianopulu
meine Adresse
meine Telefonnummern
> elan-weblog.blogspot.com

12.04.2008

Κόφτε πια την πλάκα! - Schlechter Witz!

Μόλις διάβασα το εξής φοβερό που λέει ο ΣΚΑΙ ότι είπε ο εκπρόσωπος του αμερικανικού υπουργείου Εξωτερικών Μάθιου Μπράιζα σχετικά με τη δυσαρέσκεια των ΗΠΑ για τις πωλήσεις του ρωσικού ενεργειακού κολοσσού Γκαζπρόμ στην Ελλάδα και δεν μπόρεσα παρά να χαρώ με την αγάπη, ανιδιοτέλεια και βαθιά συναίσθηση προσφοράς που τρέφει η αμερικανική ηγεσία για την Ελλάδα (και για όλον τον κόσμο ως υπηρέτης της θεϊκής αποστολής του διαίρει και βασίλευε). Είπε λοιπόν ο χριστιανός: «οι ΗΠΑ το μόνο που θέλουν είναι να βοηθήσουν την Ελλάδα να πάρει φθηνότερο αέριο».
_______________________________
Ich habe gerade auf der Seite von SKAI gelesen, dass der Vertreter des State Department Matthew Bryza die Besorgnis der U.S.A. über die Importe vom russischen Energiegroßkonzern Gazprom in Griechenland folgendermaßen gerechtfertigt hat: "Die U.S.A. möchten Griechenland nur helfen, billigeres Gas zu importieren". Ich habe mich folglich sehr über die Liebe, Selbstopferung und das tiefe Pflichtgefühl, welche die US-Administration gegenüber Griechenland (und der ganzen Welt als treuer Diener der göttlichen Mission des Teile-und-herrsche), pflegt, gefreut.
(Hier findet ihr, was der gute Christ sagte).

02.04.2008

Motiviert- Μια χαρά!

Τις τελευταίες δυο βδομάδες διάβασα ένα πολύ ωραίο βιβλιαράκι που το λένε [Έρωτας. Αρραβώνας. Γάμος. Ερωτικές ιστορίες μεταξύ Ανατολής και Δύσης]. Όπως και διάφορα αριστουργήματα στο [Περί Κλασσικών] του Μπέρτολτ Μπρεχτ.
Στο Πανεπιστήμιο της Μάλαγας έχω ωραία καινούρια μαθήματα λογοτεχνίας και μετάφρασης και νέα γλωσσικά και λογοτεχνικά ερεθίσματα. Σας παραθέτω παρακάτω ένα κομμάτι της σημερινής δουλειάς: μια μεταφρασούλα στα γερμανικά από τα ισπανικά για την περσινή κρίση πετρελαίου μεταξύ Ρωσίας και Λευκορωσίας.
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Die letzten zwei Wochen habe ich zwei richtig gute Bücher gelesen. Das erste ist das verliebt.verlobt.verheiratet. Liebesgeschichten zwischen Ost und West.
Das zweite, nämlich Über Klassiker von Bertolt Brecht, beinhaltet einige literarische Meisterstücke. An der Uni Málaga habe ich außerdem einige neue lehrreiche Klassen der Literatur und Übersetzung und bin insgesamt äußerst motiviert. Ich überlasse euch hier einen Teil der heutigen Arbeit: eine kleine Übersetzung aus dem Spanischen über die Ölkrise letztes Jahr. Fühlt euch frei mir Korrekturen und Empfehlungen zu schicken.
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Übersetzung:

Die Europäische Union (EU) mahnte an, dass der Abbruch der russischen Öllieferungen das Vertrauensverhältnis zwischen Europa und Russland schädigen würde.

Die Union verschärfte gestern ihre Kritik an den russischen Plänen eines “nicht abgesprochenen” Lieferstopps von Erdöl für mehrere europäische Länder. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der Präsident der Europäischen Kommission José Manuel Barroso nannten die Blockade der Pipeline, die durch Weißrussland führt und fünf Mitgliedsstaaten hart träfe, “inakzeptabel”. Merkel sagte, es würde somit gegenseitiges “Vertrauen zerstört”. Der Energiekonflikt bildete den Schwerpunkt des Treffens zwischen der Bundesregierung und dem Kommissionspräsidenten, der heute seinen ehrgeizigen Plan zur Verringerung der Energieabhängikeit vom EU-Ausland vorstellen wird.

Der russische Präsident Wladimir Putin beauftragte gestern sein Kabinett aufgrund der Transitprobleme mit Weißrussland Gespräche mit den russischen Ölfirmen über eine mögliche Produktionssenkung aufzunehmen.

Quelle: El País 10.01.07

Glossar:

el corte – der Schnitt, (hier) der Stopp

el flujo – das Fließen

endurecer – verhärten, (hier) verschärfen

el suministro – die Belieferung, die Lieferung, die Versorgung, die Zufuhr

el crudo – das Rohöl

el desafío – die Herausforderung, (hier) der Konflikt, der Streit

ambicioso,a – ehrgeizig

el eje – die Achse, (hier) der Schwerpunkt


Kommentare:

  1. Ich bin mir weiterhin nicht sicher ob anmahnen hier angebracht ist. Vielleicht wäre es besser sagen oder erklären zu schreiben.

  2. Ich muss genau nachgucken, was der Unterschied zwischen schädigen und schaden ist. --->AUFGABE

AUFGABE technisches Problem in Kubuntu endlich lösen

  • Immer am Ende alle Kommata, Artikel und Konjunktive durchgehen.

  • Kommata-Regel neu lernen --->AUFGABE

  • Nachgeschlagen:

    Haensch, Günther, Domínguez, José María. PONS, spanisch-deutsch, deutsch-spanisch. Stuttgart: Ernst Klett 1980.

    http://www.wie-sagt-man-noch.de/synonyme/

    http://www.dict.cc/

    http://corpora.informatik.uni-leipzig.de

    http://www.duden.de

    http://dict.tu-chemnitz.de

    Paralleltexte:

    http://www.verivox.de/News/articledetails.asp?aid=17656&g=gas

    http://www.verivox.de/News/articledetails.asp?aid=17670&g=gas

    http://www.bundeskanzlerin.de/nn_4922/Content/DE/Fotoreihe/2006/2006-10-13-Die-Woche-der-Bundeskanzlerin/2006-10-13-die-woche-der-bundeskanzlerin.html

    Vielen Dank an Em für die Korrekturen.

    Bild Málaga Zentrum- Imágen Málaga Centro- Εικόνα Μάλαγα Κέντρο

    02.07.2007

    Die Kinder von Gazprom

    Am 12.06.07, wie bereits berichtet, fand eine lange und turbulente Sitzung des Akademischen Senats der Universität Leipzig statt. Hier ein paar interessante Informationen aus meiner Mitschrift dazu. Alle Angaben sind ohne Gewähr und dienen nur dem Nachkommen meiner Informationspflicht als Mitglied des Senats.

    6.2 Einrichtung eines Masterstudiengangs „International Energy Economics and Business Administration“

    • fraglich ob Studiengang konsekutiv, nicht konsekutiv oder weiterbildend ist
    • Gebührenordnung lässt bei weiterbildenden Studiengängen nur bis 6000,- Euro zu, aber es muss mehr her, daher Gründung eines Vereins
    • Russisches Partnerinstitut ist an das Außenministerium der Russischen Föderation angegliedert
    • Dekan D.: Studiengebühren notwendig, es ist eine „tolle“ Chance für die Universität.
    • bereits 8 BewerberInnen in Leipzig, geplant 15 StudentInnen von jeder Seite
    • Dekan, Rektorat: Imageverlust für die Uni, wenn Studiengang nicht eingerichtet wird
    • auch Ergänzung zur Vattenfall Stiftungsprofessur der Wiwi Fakultät
    • Kritik:
    • Studiengebühren
    • Prüfungsgebühren, da Studierende unter Ordnung für Externe fallen
    • Nicht-Konsekutiver Studiengang? - widersprüchliche Angaben ob es sich um einen weiterbildenden oder nicht-konsekutiven Studiengang handelt (Wiwi Fakultät: nichtkonsekutiv; Rektorat: weiterbildend)
    • Implementierung über einen Verein
    • StudentInnen sind nicht an der Universität immatrikuliert sondern erhalten Ausbildungsverträge mit dem Verein
    • Die wissenschaftliche Befähigung ist nach Abschluss dieses Masters nicht gegeben.
    • Interessenskonflikt in der Position als Rektorats- bzw. Senatsmitglied und den privat begünstigten Personen
    • GO Antrag auf Vertagung: 10/15/4
    • gem. § 11 Abs. 3 der Grundordnung: VETO der Studentischen SenatorInnen vor der Abstimmung
    • Antrag auf Überstimmung des Vetos (2/3 Mehrheit notwendig):
    • 14/ MH – Antrag abgelehnt
    • Abstimmung über Einführung des Studiengangs kann daher erst am 10.07.06 erfolgen
    Bild European Student Convention, ESIB, Luxemburg