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25.08.2007

Nachrichtenüberblick

In Griechenland ist der Wahlkampf für die im September vorgezogenen Wahlen ausgebrochen, Menschen sterben in den seit Juni anhaltenden Waldbränden (gestern allein waren es 41 Menschen auf dem Peloponnes, die ums Leben gekommen sind), die so genannten HerrschaftskritikerInnen liefern wilde Schlachten an den Straßen von Thessaloniki, aus Anlass eines neulich gestorbenen Nigerianers, das Wasser ist knapp und die meisten BewohnerInnen des Landes versuchen vergeblich den Jahresurlaub an einer kühlen Küste zu verbringen.

In der Türkei ist der Zugang zu allen wordpress Seiten (Blogs) durch einen gerichtlichen Beschluss verboten worden, weil ein Islamist sich von einigen Blogs diffamiert fühlte, das Szenario mit der Präsidentschaftswahl sieht genau so aus, wie vor den vorgezogenen Wahlen im Mai und die Meisten versuchen ungestört den Jahresurlaub an einer kühlen Küste zu verbringen.

In Deutschland will man schon wieder die Nationaldemokratische Partei Deutschlands verbieten, in Sachsen wurden mehrere Inder von etwa 50 augebrachten Bürgern verprügelt, in Rheinland-Pfalz waren es Afrikaner, die dran waren, die Freie Demokratische Partei will mit den Grünen koalieren und die Meisten verbringen ungestört ihren Sommerurlaub an einer heißen Küste, es sei denn sie sind in der Karibik und müssen wegen des Hurrikans schnell nach Hause.

In Neuseeland wird Werbung für Pizza mit Hitler gemacht.

Auf der ganzen Welt werden die Lebensmittel teurer und knapper und die Kriege halten an.

Und was mache ich? Ich versuche zu lernen, ich lese, ich arbeite ein, ich treffe mich mit FreundInnen, ich telefoniere, ich denke nach, ich packe, ich organisiere, ich beantrage, ich schreibe und ich habe keine Ahnung, was noch alles in der Welt passiert...
Bild Dimitris Bourgiotis Liosporos, Athen, Griechenland- Εικόνα Δημήτρης Μπουργιώτης Λιόσπορος, Αθήνα-Ψυρρή, Χρόνια Πολλά και σε σένα κι ας είναι και καθυστερημένα © Copyright Dimitris Bourgiotis

29.07.2007

National in Griechenland und die Türkei- Teil VI

Ihr habt bestimmt nicht damit gerechnet, dass ich mit der Übersetzung hier Gas gebe … Überraschung! Also hier geht es weiter mit Zahlen und Erkenntnissen zur Griechisch-Türkischen Nationalidentität. Die Übersetzung ist in Folgen. Die erste Folge findet ihr hier.

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Welche von den unten aufgeführten Personen denken Sie, drückt am besten das nationale Bewusstsein ihres Landes aus?

Die GriechInnen gaben folgende Antworten:

  • Dionysios Solomos (Anm.: Dichter der Nationalhymne): 18%
  • Theodoros Kolokotronis (Anm.: Freiheitskämpfer): 16,1%
  • Eleftherios Venizelos (Anm.: Politiker der 1. Hälfte des 20. Jh.): 14,4%
  • Rigas Pheraios (Anm.: od. Velestinlis, Revolutionär): 13,4%
  • Konstantinos Karamanlis (Anm.: Politiker der 2. Hälfte des 20. Jh.): 9,6%
  • Andreas Papandreou (Anm.: Politiker der 2. Hälfte des 20. Jh.): 9,3%
  • Melina Merkouri (Anm.: Politikerin und Schauspielerin der 2. Hälfte des 20. Jh.): 8,1%
  • Eh. König Konstantin II: 6,4%
  • Andere PolitikerInnen: 4,3%
  • Keine Angaben: 0,4%

Die TürkInnen antworteten:

  • Mustafa Kemal Atatürk: 85,6%
  • Mehmet Akif Ersoy (Dichter der Nationalhymne): 56,4%
  • Alparslan Türkeş (rechtsextremer Politiker): 14,5%
  • Ziya Gökalp (Denker des Türkismus): 7,3%
  • Bülent Ecevit (Präsident während der Invasion auf Zypern): 4,5%
  • Abdullah Catli (Gründer der „Grauen Wölfe“): 1,8%
  • Mehmet Ali Agtza (Papst Attentäter): 1,4%
  • Nihal Atsiz (Anm.: Denker des Türkismus und Rassist): 0,8%
  • Andere: 0,6%
  • Niemand: 1,4%
  • Keine Angaben: 3,7%
Bild Kemal Atatürk aus der taz - Εικόνα Κεμάλ από την taz

28.07.2007

Prozentuale Militärausgaben

Laut CIA- The World Factbook das europäische Land mit den meisten prozentualen Ausgaben fürs Militär ist die Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien (EJRM) mit 6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Es folgen die Türkei mit 5,3 Prozent und Griechenland mit 4,3 Prozent.

In anderen Ecken der Welt sieht es teurer aus: "Big Spender" Oman, Qatar und Saudi Arabien geben 11,4 Prozent bzw. jeweils 10 Prozent des BIP fürs Militär aus.

National in Griechenland und der Türkei- Teil V

Neulich ist eine neue Studie zum Thema in der Turkish Daily News erschienen. Hier geht es zum Anfang der Übersetzung von mir, hier zum Artikel der Eleftherotypia auf Griechisch und hier zum neueren Artikel der Turkish Daily News.
Griechische und türkische Kultur
Welche der unten aufgeführte Länder oder Organisationen bilden die größte Gefahr für Ihr Land?
Die GriechInnen antworteten:
  • Die Türkei: 77,7 %
  • Albanien: 5,6%
  • Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien: 2,3%
  • Israel: 1,3%
  • Europäische Union: 0,6%
  • Zypern: 0,5%
  • Bulgarien: 0,3%
  • Iran: 0,3%
  • Bosnien: 0,3%
  • Irak:0,3%
  • Russland: 0,3%
  • Keine: 5,5%
  • Sonstige: 5,3%
  • Keine Angaben: 0,3%
Die TürkInnen antworteten:
  • Die USA: 35,6%
  • Ein möglicher kurdischer Staat im Nordirak: 25,8%
  • Griechenland: 9,5%
  • Europäische Union: 5,5%
  • Israel: 4,2%
  • Irak: 3,4%
  • Armenien: 2,9%
  • Iran: 1,5%
  • Russland: 0,3%
  • Keine: 1,1%
  • Sonstige: 1,9%
  • Keine Angaben: 8,2%
Die Fortsetzung ist noch nicht übersetzt, wenn ihr Griechisch könnt, könnt ihr hier weiterlesen: Artikel der Eleftherotypia auf GriechischBild Naxos, Chora- Εικόνα Χώρα Νάξου, Γρόττα

13.07.2007

National in Griechenland und der Türkei- Teil IV

Θα συνεχίσω εδώ τη μετάφραση του άρθρου της Ελευθεροτυπίας για τον εθνικισμό σε Ελλάδα και Τουρκία. Ένας Ολλανδός στην Κωνσταντινούπολη ενδιαφέρθηκε κι έτσι έχω ένα λόγο παραπάνω να την τελειώσω σύντομα.
Θα βρείτε την αρχή του άρθρου εδώ.
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Ich mache einfach mit der Übersetzung des Artikels über den griechischen und türkischen Nationalismus jetzt weiter. Ein Holländer in Instanbul hat sich dafür interessiert, also ein Grund mehr, um sie bald zu Ende zu bringen.
Und jetzt zur Sache:
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Frage:
Welche Persönlichkeiten oder Gruppen haben dazu beigetragen, dass es über euer Land im Ausland berichtet wurde?
Die GriechInnen antworteten:
20% Melina Merkuri (Anm.: Politikerin und Schauspielerin)
19,6% Die griechischen Nobelpreisträger für Lyrik
17,6% Die griechischen OlympiasiegerInnen
16,7% Unsere beachtlichen sportlichen Erfolge im Ausland
16,4% Die griechischen international berühmten Komponisten
6,0% Janna Angelopulou (Anm.: Olympiakoordinatorin 2004)
5,3% Nana Muschuri (Anm.: Sängerin)
4,9% Elena Paparizou (Anm.: Sängerin)
0,1% Anna Vissi (Anm.: Sängerin)
2,1% Niemand
12,8% AndereR
0,4% Keine Angaben

Und so antworteten die TürkInnen:
15,5% Fatih Terim (Fußballtrainer)
15,3% Sertab Erener (Sängerin)
9,2% Yaşar Kemal (Schriftsteller)
8,8% Suraiya Ayhan (Leichtathletin)
7,7% Tarkan (Sänger)
6,3% Gazi Yaşargil (in den USA lebender Neurochirurg)
4,2% Orhan Pamuk (Schriftsteller)
3,4% Mehmet Ali Agtza (Papst Attentäter)
1,7% Mehmet
0,7% AndereR
7,7% Niemand
19,4% Keine Angaben
Fortsetzung hier...
Bild Olympische Spiele in Athen 2004, Eικόνα Ολυμπιάδα 2004, Αθήνα

03.07.2007

National in Griechenland und der Türkei- Teil III

To άρθρο της Ελευθεροτυπίας για τον εθνικισμό σε Ελλάδα και Τουρκία βρίσκεται εδώ.
Ακολουθεί μετάφραση στα γερμανικά.
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Es geht jetzt weiter mit der Übersetzung der Studie zur „nationalen Identität“ der GriechInnen und TürkInnen. Dies ist der dritte Teil der Übersetzung. Hier geht es zum ersten Teil und zum zweiten Teil.

  • Wie (national) definieren Sie sich selbst und
  1. Was von dem unten Angegebenen passt nicht, wenn jemand Grieche/-in ist?
  • Nicht demokratisch sein 47%
  • FanatischeR NationalistIn sein 29,4%
  • Muslime/-in, Jude/-in (oder anderer Konfession) sein 20,9%
  • AtheistIn sein 16,4%
  • TürkInnen und AlbanerInnen mögen 13,8%
  • Homosexuell sein 6,2%
  • KommunistIn sein 3,0%
  • Sonstiges 5,2%
  • Ich weiß nicht/Ich antworte nicht 8,7%
  1. Was von dem unten Angegebenen passt nicht, wenn jemand Türke/-in ist?
  • AtheistIn sein 45,1%
  • ChristIn, Jude/-in sein 38,1%
  • Homosexuell sein 23,1%
  • KommunistIn sein 20,8%
  • FanatischeR IslamistiIn/ FundamentalistIn sein 19,4%
  • FanatischeR NationalistIn sein 6,1%
  • Sonstiges 3,3%
  • Ich weiß nicht/ Ich antworte nicht 13%
Fortsetzung hier...

Quelle Eleftherotypia
Bild Nationalgarten Athen, Εικόνα Εθνικός Κήπος, Αθήνα

10.06.2007

National in Griechenland und der Türkei- Teil II

Ich widme mich mal wieder der Übersetzung zur Entspannung… (Für die jenigen, die den ersten Teil nicht gelesen haben, hier geht es zum Anfang: ein spannender Artikel). Der dritte Teil der Übersetzung kommt so bald wie möglich.
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Ακολουθεί το δεύτερο μέρος της μετάφρασης του άρθρου για τον εθνικισμό σε Ελλάδα και Τουρκία. Το πρώτο μέρος βρίσκεται εδώ. Το τρίτο μέρος θα μεταφραστεί το συντομότερο δυνατόν.
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Insbesondere aus griechischer Sicht scheint die Frage interessant , ob es nach Meinung der Befragten „unbefreite Heimatländer“ gibt. Etwa 75% antworteten mit „Ja“, 59,95% davon nannten den besetzten Teil Zyperns „unbefreites Heimatland“, 40% Südalbanien, während 22,1% sie in Mazedonien und am Schwarzen Meer lokalisierten.

Die Frage jedoch, ob die „ehemaligen Gebiete der Griechen mit militärischen Mitteln“ zurückerobert werden sollten, wurde klar bei 80,35% verneint. Gerade 17,7% antworteten mit „Ja“.

In dieser vergleichenden Studie zum Nationalismus, wird versucht die Klischees einzugrenzen und die tieferen Ansichten über die nationale Identität der beiden Völker zu erforschen.

Bei der Frage „was bedeutet Nation?“ antworteten 55,1% der Griechen „eine Gruppe von Menschen mit gemeinsamer Vergangenheit und den Willen weiterhin als Gemeinschaft zu existieren“. 57,4% meinten Nationalismus sei negativ und bei einer Skala von 1 bis 10 (während 1 überhaupt nicht nationalistisch und 10 sehr nationalistisch ist) ordneten sich 43,2% der Griechen zwischen 1 und 4 ein. Bei den Türken ist das 12%.

Analog dazu ordneten sich 31,2% der Griechen in die Kategorie „sehr nationalistisch“ (7 bis 10 in der Skala) ein, während in der Türkei 62% der Befragten es angaben.
Der Artikel ist nicht zu Ende. Fortsetzung hier...

National in Griechenland und der Türkei

Ich habe heute, etwas Interessantes in der Zeitung gelesen und habe angefangen es zu übersetzen, damit ihr es auch lesen könnt. Es stammt aus der heutigen Eleftherotypia, eines der größten Abendblätter Griechenlands. Es wird eine Übersetzung in Folgen sein. 
Bild Leipzig, Südvorstadt - Εικόνα Λειψία, Südvorstadt
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Μετάφραση άρθρου της Ελευθεροτυπίας. Το άρθρο στα ελληνικά βρίσκεται εδώ.
Übersetzung aus dem Griechischen. Den Artikel auf Griechisch findet ihr hier.

Sie Türken und wir Griechen
Von Dimitris Tsiodras
Enthüllende Daten über die nationale Selbstdefinition der BürgerInnen in Griechenland und in der Türkei, über den Nationalismus in den zwei Ländern und über die Widersprüche des so genannten „nationalen Bewusstseins“ kommen ans Licht durch zwei Studien unter ähnlicher Fragestellung, welche auf beiden Seiten der Ägäis durchgeführt wurden: Die türkische Studie wurde an der Bilgi Universität Istanbul entwickelt und ist in 15 Regionen der Türkei durch das Institut Infacto Research Workgroup durchgeführt worden.

In Griechenland wurde die Umfrage unter der Verantwortung des Zentrums für Politische Studien und Kommunikation (KPEE) an das Meinungsforschungsinstitut Kappa Research in Auftrag gegeben. „Wir glauben, dass unsere Gesellschaft in die Ausgestaltung einer soliden Strategie für die Zukunft sich konzentrieren soll; die Art der Auseinandersetzung der BürgerInnen mit der Nationalthematik ist ein wichtiger Parameter“, meinte gegenüber der Sonntagsausgabe der Eleftherotypia der Vorsitzende des KPEE, G. Psaltis.


Die erste wichtige Erkenntnis bezieht sich auf die größten Bedrohungen
nach Meinung der Griechen bzw. Türken für ihr jeweiliges Land. Die Griechen mit überwältigender Mehrheit sehen als Hauptbedrohung die Türkei (77,7%), an zweiter jedoch weit entfernter Stelle steht Albanien (5,6%) und an dritter Stelle die Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien (2,3%).

In der Türkei sieht es anders aus: Für die Türken, die größte Gefahr, ist nicht, wie die Griechen denken würden, Griechenland, sondern die USA (35,6%). An zweiter Stelle folgt (25,8%) die Gründung eines Kurdischen Staates im Nordirak und an dritter Stelle folgt Griechenland weit geschlagen mit gerade mal 9,5%.Fortsetzung... συνέχεια