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02.09.2008

Anhörung zur SächsHG Novelle

Es ist einfach anregend wieder im Lande zu sein und nebenbei auch noch Zeit für alle Demos und Aktionen zu haben. Daher hier ganz schnell zum Mitschreiben, wann und wo ihr euch diese Woche noch hochschulpolitisch engagieren könnt:

Am 4. September (Donnerstag) zur parlamentarischen Anhörung zum Sächsischen Hochschulgesetz (SächsHG) nach Dresden mitfahren (8.45 geht es schon los).

Wenn ihr nach Dresden mitfahren wollt, meldet euch bei den SprecherInnen des StudentInnenRates (StuRa) an: sp[at]stura.uni-leipzig.de

Weitere Infos auf der Seite des StuRa (klickt hier)
.

Bild Tagung des BdWi "Prekariat in der Wissenschaft" Januar 2008, Universität Leipzig, Imágen Congreso del BdWi Enero 2008, Universidad de Leipzig, Εικόνα Συνέδριο του BdWi, Γενάρης 2008, Πανεπιστήμιο Λειψίας

29.07.2008

Erinnern Sie sich? Ach, lange ist es her...

Pressemitteilung
Hamburg, 29.07.2008, eap

"Erinnern Sie sich? Ach lange ist es her...". Biografin packt aus!

Der eine war jung und wichtig, der andere alt und unwichtig. Und doch ist plötzlich alles anders geworden. Nämlich sie hatten Geburtstag und wurden beide alt und wichtig. Denn Menschen, die Geburtstag haben, sind immer wichtig. Stellen Sie sich vor, ein Mensch hätte keinen Geburtstag! Was wäre er dann? Genau. Er wäre ja unwichtig. Und ungeboren. Und überhaupt.

Aber die Beiden sind wichtig. Das ist jetzt geklärt. Sie sind so wichtig und ge- bzw. beliebt, dass sie sich eine Biografin zugelegt haben. Gut, sie teilen sich eine, also ist es noch ein weiter Weg bis zur endlichen Berühmtheit, aber, jetzt mal ehrlich, haben Sie denn eine halbe Biografin? "Dachte ich mir", meint die Biografin und fügte bedrückt hinzu, "Sie können sich gerade mal eineN unbezahlteN LehrbeauftragteN leisten".

Diesmal kann leider das Sekretariat des Rektors wegen einer "Spangenstörung", so Magnifizenz selbst, ihnen, also den beiden Δ und Ψ (das-war-Griechisch), keine exzellenten Glückwünsche überreichen. Ihre persönliche halbe und geteilte Biografin hat jedoch die letztjährigen Glückwünsche vom Reißwolf des Uniservers gerettet und erinnert sie an einen besonderen Höhepunkt ihrer akademischen und gremienstörenden Karriere: den Offenbarungsmoment der Zuneigung seitens der offiziellen Minderheit, also der ewig Besiegten, des Hohen Senats der Alma Mater Lipsiensis. Sie fordert auf, gemeinsam mit unseren wichtigen, alten und geborenen Geburtstagskinder ihre verdienten Lorbeeren zu genießen und wünscht ihnen

herzlichen Glückwunsch zum halben und eindrittel Leben!



Herzlichen Glueckwunsch‏
Από:Eleni A
Εστάλη:Κυριακή, 29 Ιουλίου 2007 7:43:37 μμ
Προς: 'Δ' ; 'Ψ'

Verehrter Herr Prof. Ψ,

Verehrter Herr Δ,

die Geschäftstelle des akademischen Senats der Alma Mater wünscht Ihnen alles Gute zum Geburtstag und viel Erfolg bei allen weiteren Unternehmungen außerhalb des Senats.

Magnifizenz schickt Ihnen folgende Grußworte, die wir Ihnen gern übermitteln:

Sehr geehrter Herr Prof. Ψ,

sehr geehrter Herr Δ,

ich freue mich besonders, dass ich gleich zwei aktive Mitglieder des Hohen Senats zum Geburtstag beglückwünschen darf.

Zum Geburtstag möchte ich Sie mit Amnestie für alle Ordnungsverstoße, Anträge und Wortbeiträge bescheren und wünsche Ihnen weiterhin eine geruhsame restliche Amtszeit

Eine Botschaft in der zweiten Arbeitssprache des Senats fügen wir hinzu:

Ν., Χ., υποτίθεται ότι αυτό είναι μετάφραση, το μεταφραστικό δεν έχει άλλα άτομα για τα ελληνικά εκτός από μένα. Λοιπόν, χρόνια πολλά, να στε καλά και καλές διακοπές.

Beste Grüße


Eleni A

Geschäftstelle des Akademischen Senats

Universität Leipzig

+49 ΧΧΧΧΧΧΧΧΧΧ


Notiz: Aufgrund der Sparmaßnahmen zum Hochschulpakt 2020 müssen wir diesmal auf den Übersetzungsdienst für unsere Mitteilung verzichten, schließlich reicht allein die Attraktivität der SMinisterin, um den Nachwuchs an der Landesuniversität zu sichern. Wir bitten um Ihr Verständnis.

16.04.2008

Milbradt ist zurückgetreten

Weblog: Elan, woran wirst du dich bei Milbradt erinnern?
Elan: An nichts.
Weblog: Nicht mal an das persönliche Kennenlernen?

Elan: Nein, an nichts.
Weblog: Komm schon, wie wäre es damit, dass er deinen Namen wusste und korrekt ausgesprochen hat, als er dir die Hand am Rande eines Vortrags an der Uni Leipzig schüttelte?
Elan: Nö.
Weblog: Und die peinliche Bemerkung über seine Frau in irgendeinem Schloss in Dresden am Rande irgendeiner HochschulrektorInnenkonferenz, der du beiwohnen durftest? Die wirst du doch nicht so schnell vergessen, oder?

Elan: Doch. An nichts werde ich mich erinnern. Ich glaube, auch alle persönlichen Erlebnisse werde ich schnell verdrängen.
Weblog: Elan, ich danke dir für dieses Selbstgespräch.


Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) ist am Montag zurückgetreten. Hier könnt ihr seine Worte dazu lesen.

Bild Demo gegen Studiengebühren 2005, Leipzig- Imágen manifestación contra las matrículas 2005, Leipzig- Εικόνα συλλαλητήριο για τη δωρεάν Παιδεία 2005, Λειψία

19.02.2008

Privatisierung gestoppt

Ich dachte hier mit einem gesonderten Beitrag auf das Bürgerbegehren und -entscheid der Leipzigerinnen und Leipziger aufmerksam gemacht zu haben, finde ihn auf Anhieb jetzt aber nicht mehr.

Am 27. Januar fand die Abstimmung statt und sie war überwältigend. Bei einer Wahlbeteiligung von 41 Prozent haben mehr als 80 Prozent gegen den Verkauf von Anteilen der Stadtwerke gestimmt. Das ist ein ermutigendes Ergebnis in allen Hinsichten.

1. Es ist ein Erfolg für die direkte Demokratie auf kommunaler Ebene: Die Wahlbeteiligung kann sich durchaus sehen lassen. Die Initiative stammt direkt von den Bürgerinnen und Bürgern Leipzigs.

2. Es ist ein sehr deutliches Ergebnis, was nicht überhört werden kann. Die LeipzigerInnen haben somit gezeigt, dass sich nicht mit der Privatisierung öffentlicher Einrichtungen einverstanden sind.

Es bleibt zu hoffen, dass dieses Ergebnis, welches mit einer Vorbereitung von gerade mal 6 Monaten, welches auf dem Engagement einzelner Personen beruht, Schule machen wird.

Hier findet ihr die Seite der Initiative mit allen Informationen rund um das Bürgerentscheid und sehr interessanten Verweisen auf andere Städte Deutschlands.

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Bild Cafeteria Campus Jahnallee, Uni Leipzig- Imágen Cafeteria Facultades de Economía y Deportes, Universidad de Leipzig- Εικόνα Καφετέρια Οικονομική Σχολή και Γυμναστική Ακαδημία Πανεπιστημίου Λειψίας

03.01.2008

Mindestlohn auch für studentische Hilfskräfte

Ich veröffentliche hier einen offenen Brief an Kurt Beck. Es handelt sich um die untragbare Situation von studentischen Hilfskräften im Land Rheinland Pfalz. In Sachsen sieht es auch nicht besser aus. Studentische Hilfskräfte an sächsischen Hochschulen bekommen nur 6,45 Euro für ihre Arbeit.

Über die Situation an deutschen Hochschulen möchten wir am 11. und 12. Januar an der Universität Leipzig in der Tagung Prekarisierung wissenschaftlicher Arbeitsverhältnisse sprechen, welche vom Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Kooperation mit dem Bildungs- und Förderwerk der GEW, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), der Rosa- Luxemburg Stiftung, der Rosa- Luxemburg Stiftung Sachsen, ver.di, und dem StudentInnenRat der Universität Leipzig organisiert wird. Meldet euch zahlreich an!


Ministerpräsident des Landes Rheinland Pfalz

Herr Kurt Beck

Staatskanzlei

55028 Mainz



Prof. Dr. Gerd Bosbach

Fachhochschule Koblenz

Standort Remagen

Südallee 2

53424 Remagen



Remagen, den 3.1.2008


Betr.: Mindestlohn für wissenschaftliche Hilfskräfte


Sehr geehrter Herr Beck,


mit großer Freude habe ich Ihr Engagement für einen Mindestlohn vernommen. Als SPD-Vorsitzender vertreten Sie diesen massiv und wollen ihn jetzt auch zum Thema von Landtags- und Bundestagswahlen machen.

In Ihrem Bundesland Rheinland-Pfalz, dem Sie als Ministerpräsident vorstehen, sind einige Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes leider weit entfernt von einem annehmbaren Mindest­lohn. So bekommen Studierende, die als wissenschaftliche Hilfskräfte an der Fach­hoch­schule arbeiten, nur 5,67 Euro pro Stunde; und das trotz der überwiegend sehr anspruchs­vollen Arbeit!

Wahrscheinlich ist Ihnen dieser Umstand in Ihrer Doppelfunktion als Ministerpräsident und SPD-Vorsitzender nur entgangen. Deshalb freue mich schon darauf, dass Sie diesen Widerspruch zwischen realer Politik und öffentlich geäußerter Meinung sehr bald auflösen. Im Namen unserer wissenschaftlichen Hilfskräfte danke ich Ihnen jetzt schon dafür.


Die Form des offenen Briefes habe ich gewählt, damit der Inhalt tatsächlich zu Ihnen durchdringt. Ansonsten könnte eine mittlere Ebene Ihnen die Möglichkeit nehmen, sich glaubwürdig für den Mindestlohn einzusetzen.

Hochachtungsvoll grüßt Sie aus Remagen

_______________________


(Prof. Dr. Gerd Bosbach)

Bild Universität Malaga- Imágen Universidad Málaga- Εικόνα Πανεπιστήμιο Μάλαγας

06.10.2007

Antifademo in Leipzig 3.10.07

Weblog: Wie fandest du die Demo am 3.10.07 in Leipzig?
Elan: Du meinst die Antifademo?
Weblog: Ja, wie fandest du sie?
Elan: Jetzt ganz erhlich, darf ich hier wirklich eine Antifademo kritisieren?
Weblog: Na klar. Was hat dir denn nicht gepasst?
Elan: Der Redner und die Oberflächlichkeit, welche er ausgedrückt hat.
Weblog: Ui! Da musst du jetzt konkreter werden.
Elan: Ach ist egal, bei ihm hat das Handwerk einfach gefehlt. Es ist einfach nur nervig zwei Stunden lang einen schlechten (keine Stimme, keine Inhalte, keine Pointen, keine Aufforderung, keine Kommunikation mit den DemonstrantInnen) Redner zu hören, aber wie bekannt ist Rhetorik in Deutschland nicht sehr hoch angesehen.
Weblog: Das stimmt doch gar nicht. Alle wollen hier gute RednerInnen hören. Ich glaube, dass ist eine unzulässige Generalisierung deinerseits.
Elan: Glaube ich nicht. Es ist einfach erschreckend, wie wenige (eine kleine Elite) tatsächlich rhetorisch versiert ist. Rhetorik ist zwar eine Kunst, aber definitiv nicht allein einer Elite vorbehalten. Außerdem geht es nicht darum, dass die Leute gute RednerInnen hören wollen, sondern ob tatsächlich Rhetorik zum Beispiel in der Schule oder an der Universität gelehrt und gelernt wird. Die Antwort ist leider, nein. Wieviele absolut zum Wahnsinn treibende Referate und Vorträge muss man denn hören, um endlich sie unterbrechen zu dürfen? Wann wird endlich geschult "frei" zu sprechen? Warum ist den Leuten so was von egal, ob sie nicht kommunizieren können, weil sie so schlecht reden können? Und warum werden hier oft Vorwürfe laut, dass gute Redner(innen) (per se?) Populist(inn)en sind?
Weblog: Ok, ich habe es verstanden. Worum ging es eigentlich bei der Demo?
Elan: Es ging darum gegen die Etablierung von Neonaziläden in Leipzig zu protestieren. Damit sind Läden, welche faschistische und Neonazi-Lifestyle-Produkte, wie Thor Steinar im Sortiment führen, gemeint gewesen. Hier ging es eher darum, dass die Kleidung und die Läden, die sie verkaufen, als Anziehungs- und Organisierungspunkt für Neonazis fungieren und somit die Forderung der DemonstrantInnen diese Läden zu schließen eine ernstgemeinte und legitime ist, welche ich mich auch anschließe. Nazistrukturen müssen aufgebrochen werden oder gar nicht entstehen.
Weblog: Aha. War denn die Demo erfolgreich?
Elan: Wenn man die TeilnehmerInnenzahl betrachtet, ja. Es waren mehr als 1500 Leute da.
Weblog: Waren die DemonstrantInnen denn einheitlich gekleidet?
Elan: Fast. In Deutschland ist es nun mal sehr wichtig durch die Kleidung seine politische Überzeugung kundzutun. Dem antideutschen Redner hat es jedoch nicht gepasst, dass manche mit Palitüchern aufgetaucht sind (während die israelische Fahne rumgeschwenkt werden durfte).
Weblog: Ja, Palitücher tragen sogar manche Neonazis.
Elan: Richtig. Allerdings finde ich es falsch nur weil Neonazis linke Codes (Bekleidung, Sprache) sich aneignen, diese in der linken Szene aufzugeben. Das war jedoch noch nicht mal die Begründung des Redners, der die Entfernung der Palitücher forderte. Er meinte, man wolle nicht kapitalistische Symbole in der Demo sehen!
Weblog: Hä? Das verstehe ich nicht. Was war damit gemeint?
Elan: Keine Ahnung. JedeR weiß, dass die Palitücher von den Antiimperialisten oder SympatisantInnen der PalästinenserInnen getragen werden. Also in diesem Sinne noch nie als kapitalistische Symbole gegolten haben. Aber ich weiß es nicht. Vielleicht kann mir das jemand da draußen noch freundlich erklären.
Weblog: Elan, ich danke dir für dieses Selbstgespräch.

25.08.2007

Nachrichtenüberblick

In Griechenland ist der Wahlkampf für die im September vorgezogenen Wahlen ausgebrochen, Menschen sterben in den seit Juni anhaltenden Waldbränden (gestern allein waren es 41 Menschen auf dem Peloponnes, die ums Leben gekommen sind), die so genannten HerrschaftskritikerInnen liefern wilde Schlachten an den Straßen von Thessaloniki, aus Anlass eines neulich gestorbenen Nigerianers, das Wasser ist knapp und die meisten BewohnerInnen des Landes versuchen vergeblich den Jahresurlaub an einer kühlen Küste zu verbringen.

In der Türkei ist der Zugang zu allen wordpress Seiten (Blogs) durch einen gerichtlichen Beschluss verboten worden, weil ein Islamist sich von einigen Blogs diffamiert fühlte, das Szenario mit der Präsidentschaftswahl sieht genau so aus, wie vor den vorgezogenen Wahlen im Mai und die Meisten versuchen ungestört den Jahresurlaub an einer kühlen Küste zu verbringen.

In Deutschland will man schon wieder die Nationaldemokratische Partei Deutschlands verbieten, in Sachsen wurden mehrere Inder von etwa 50 augebrachten Bürgern verprügelt, in Rheinland-Pfalz waren es Afrikaner, die dran waren, die Freie Demokratische Partei will mit den Grünen koalieren und die Meisten verbringen ungestört ihren Sommerurlaub an einer heißen Küste, es sei denn sie sind in der Karibik und müssen wegen des Hurrikans schnell nach Hause.

In Neuseeland wird Werbung für Pizza mit Hitler gemacht.

Auf der ganzen Welt werden die Lebensmittel teurer und knapper und die Kriege halten an.

Und was mache ich? Ich versuche zu lernen, ich lese, ich arbeite ein, ich treffe mich mit FreundInnen, ich telefoniere, ich denke nach, ich packe, ich organisiere, ich beantrage, ich schreibe und ich habe keine Ahnung, was noch alles in der Welt passiert...
Bild Dimitris Bourgiotis Liosporos, Athen, Griechenland- Εικόνα Δημήτρης Μπουργιώτης Λιόσπορος, Αθήνα-Ψυρρή, Χρόνια Πολλά και σε σένα κι ας είναι και καθυστερημένα © Copyright Dimitris Bourgiotis

21.08.2007

Altsächsischer Skat

Gestern und heute habe ich mich mit dem Vollständigen Wörterbuch zum Heliand und zur Altsächsischen Genesis beschäftigt. Ich habe sogar ein paar interessante Sachen dabei gelernt.

Im Altsächsischen wird Jerusalem noch Hierusalem geschrieben, also die dem Griechischen Ιερουσαλήμ näheren lateinischen Transliteration. Ιεροσόλυμα ist eine spätere, hellenistische Form.

Und Heliand ist das Heiland! Witziges Anagramm!

Das englische wall und hochdeutsche Wall waren im Altsächsischen ebenfalls als wall (Mauer) vorhanden. Das Wort jedoch stammt aus dem lateinischen vallum.


Und was ist bitteschön skat? Ein Kartenspiel? Nein, es ist eine Münze.

So, das war kurz und schmerzlos. Oder anders gesagt, altsächsisch.

Bild Chora Naxos, Griechenland- Εικόνα Χώρα Νάξου, Κυκλάδες

27.07.2007

Die SPD soll der CDU gefallen?!

In der letzten Pressemitteilung der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften (KSS), welche kommentarlos von der Öffentlichkeitsarbeit des StudentInnenRates der Universität Leipzig übernommen wurde, steht, dass die SPD in der Sächsischen Regierungskoalition der CDU gefallen will und demnach verkehrt politisch handelt. Ich hatte bereits hier berichtet, dass die KSS mehr Sozialdemokratie seitens der sächsischen SPD fordert, also ist dies offensichtlich die Weiterführung der Forderung.

Ich zitiere aus der Pressemitteilung:
Das Ende der Fahnenstange im Novellierungsprozess scheint offenbar erreicht: fehlende demokratische Mitbestimmung, Wettbewerb, Wirtschaftlichkeit und eine zerberstende Regierungskoalition, in der die SPD alles tut, um der CDU zu gefallen.

Ich denke, dass dies ein vollkommen falsches Bild, wie eine Regierungskoalition funktioniert, vermittelt. Keine Partei handelt, um einer anderen Partei zu gefallen. Eine Partei mag nur WählerInnen gefallen. Die Parteien in Sachsen sind jedoch noch nicht im Wahlkampf, also würde ein
verfrühter Versuch der SPD, CDU- WählerInnen anzulocken scheitern. In einer Regierungskoalition wird "Politik" verhandelt. Der Kompromiss als Ergebnis ist jedoch nie so zu deuten, dass die eine Partei der anderen gefallen mag, sondern dass die Erhaltung der Koalition eine Priorisierung der Ziele bedeutet.
Bild Demo für freie Bildung, Leipzig 2004

08.07.2007

Mehr Sozialdemokratie?

Die Konferenz Sächsischer Studierendenschaften (KSS) hat eine neue Pressemitteilung (PM) zum Novellierungsprozess des Sächsischen Hochschulgesetzes (SächsHG) veröffentlicht. Weiter unten geht es um meine Meinung über die in der PM transportierten Inhalte, welche ich den VertreterInnen als ehemalige KSS Sprecherin mitgeteilt habe:

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Ich begrüße, dass der StudentInnenRat der Universität Leipzig (StuRa) und die KSS etwas mehr Platz dem Protest und nicht allein der Lobbyarbeit einräumen. Fast alle StudentInnen haben einen massiven Informationsnachholbedarf und wissen nicht, worum es bei der Novellierung des SächsHG geht. Ich begrüße, dass wieder in der Öffentlichkeit und nicht hinter verschlossenen Türen Gesicht gezeigt wird. Dies, wie auch die Idee der Kampagne "Sie verlassen den demokratischen Sektor", ist ein Schritt in die richtige Richtung. Hoffentlich, wird sie die Lücken der studentischen Öffentlichkeitsarbeit in dieser Hinsicht verringern.

Trotzdem verurteile ich scharf, dass die studentischen VertreterInnen weiterhin und dies seit fast 2 Jahren für die SPD (oder Teile der SPD) sprechen und "mehr Sozialdemokratie" fordern, wie es in der PM zu lesen ist. Die Forderung nach "mehr Sozialdemokratie, eine sozialdemokratische Handschrift" in welchen Varianten sie immer wieder zu lesen ist, ist eine klare parteipolitische Positionierung, welche meines Erachtens nichts in der KSS oder im StuRa zu suchen hat.

Insbesondere in einem Novellierungsprozess sollte die StudentInnenvertretung ihre Inhalte und Urforderungen vertreten, (und nicht eine Partei oder Ministerin s
o offensichtlich unterstützen, welche ureigenste Positionen der Gewerkschaften und der StudentInnenschaft nach paritätischen Besetzung der Gremien für "nicht wichtig" hält, wie Ministerin Stange letztens an der Uni Leipzig kundgetan hat).

Weiterhin finde ich, zeugt es von einem demokratischen Defizit in den eigenen Reihen, wenn solche ernsthafte Forderungen, wie diese nach "mehr Sozialdemokratie" auf keinerlei Beschlüsse zurückgreifen, obwohl die KSS nicht Weniges zum Novellierungsprozess schon beschlossen hat.

Diese (inhaltliche und parteiunabhängige, also egal, wer am Stuhl sitzt und welche Parteien regieren) Forderungen für ein Hochschulgesetz, welches die Partizipation der StudentInnen in einer gebührenfreien, demokratischen Hochschule bestärkt, welche kritische und emanzipierte WissenschaftlerInnen beschäftigt und StudentInnen die Möglichkeit einräumt sich frei zu bilden, sollten propagiert werden und zwar lauter.

Bild Demo gegen Studiengebühren Leipzig 2004

28.06.2007

Das Sächsische Obscurum- Σκοτεινή Σαξωνία

Immer wieder übersetze ich für meine Familie Sachen, welche ich denke, sie fänden sie interessant oder zumindest skuril. Vielleicht finden hiermit die Geschichten aus den sächsischen Chroniken, welche der Verlag Kirchschlager unter dem Namen Das Sächsiche Obscurum herausgebracht hat, auch weitere LeserInnen.
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Όποτε έχω όρεξη και χρόνο μεταφράζω για την οικογένειά μου ενδιαφέροντα ή απλά περιέργα αποσπάσματα από σαξωνικά χρονικά. Τα αποσπάσματα εδώ είναι από τη συλλογή του εκδοτικού οίκου Κιρχσλάγκερ με το όνομα Σκοτεινή Σαξωνία. ΄Ισως σας ενδιαφέρουν κι εσάς.
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Οι γάτες δεν τρώγονται

Το 1523 στη Λειψία 20 αγόρια της Σχολής του Αγίου Θωμά φάγανε μαζί με το διευθυντή της παιδικής χορωδίας, τον οργανοπαίκτη, τους αρχικελευτές κι έναν χρυσοχόο μια γάτα. Αρρωστήσανε και οι περισσότεροι πεθάνανε.

Προσοχή γάτα!

Στις 22 Νοεμβρίου 1669 στο χωριό Ραιχενάου πέθανε από ασφυξία ένα μωρό, ονόματι Κρίστοφ Χόρνεν, μέσα στην κούνια του. Πάνω στο προσωπάκι του είχε κάτσει μια γάτα.

Το 1674 στο Ράιχενμπαχ έφαγε μια γάτα το δεξί χέρι ενός τρίχρονου νηπίου και του άνοιξε δυο τρύπες με τα δόντια της στο κεφάλι. Η μάνα του το είχε βάλει για ύπνο και δεν πρόσεξε τίποτα. Είχε κλείσει καταλάθος μέσα στο δωμάτιο μια γάτα. Το νήπιο επέζησε.

Το 1686 δάγκωσε μια λυσσασμένη γάτα έναν κάτοικο της Λειψίας. Πέθανε από το δάγκωμα 7 με 8 μήνες αργότερα.

Bild- Εικόνα Kirchschlager Verlag - Εκδόσεις Κιρχσλάγκερ