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20.10.2007

Searle Metapher II

Falls ihr ein Taxi in Mainz nehmen müsst, weil ihr zum Beispiel, wie ich, den Bus zum Flughafen Hahn verpasst habt, fragt bei Hallotaxi nach einem älteren Polen aus Krakau/Regensburg. Leider habe ich verpasst nach seinem Namen zu fragen. Er ist ein sehr sehr netter, interessanter, gebildeter 68er. Ein toller Mensch! Vergesst nicht ihn schön von mir zu grüßen.

Jetzt folgen die wichtigsten Punkte aus der Lektüre des Artikels "Metapher" von J.R. Searle. Mehr dazu habe ich hier geschrieben.

Kritik an bereits formulierten Theorien der Metapher:

Klassifizierung der Theorien:

  • Vergleichstheorien
  • Semantische Wechselwirkungstheorien

Unter den ersten versteht mensch die Theorien, welche meinen, dass Metapher einen Vergleich oder Ähnlichkeit zwischen Gegenständen enthalten.

Unter den letzten sind Theorien, welche meinen, dass ein sprachlicher Gegensatz oder eine Wechselwirkung zwischen zwei semantischen Gehalten bei Metaphern stattfindet.

Vergleichstheorien: Auf der einen Seite wird behauptet, dass der Vergleich zur Bedeutung, zu den Wahrheitsbedingungen gehöre, auf der anderen Seite wird behauptet, dass die Ähnlichkeitsannahme das Folgerungsprinzip sei. Die beiden Behauptungen werden in den Vergleichstheorien nicht auseinander gehalten.

Wechselwirkungstheorien: keine Unterscheidung zwischen Satz- bzw. Wortbedeutung und Äußerungsbedeutung.

Vergleichstheorien etwas ausführlicher: Kritik an Aristoteles und Miller. Zusammenfassung:

  1. Es gibt viele Metapher, denen keine wörtliche Ähnlichkeit unterliegt
  2. Die Wahrheitsbedingungen der metaphorischen Feststellung sind nicht mit den Wahrheitsbedingungen identisch, die eine Feststellung überwörtliche Ähnlichkeit hat
  3. Strategien zur Hervorbringung und Verständnis metaphorischer Äußerungen können von den Vergleichstheorien gewonnen werden
  4. Wenn die Ähnlichkeitstheorie als Interpretationstheorie aufgefasst wird, kann sie uns nicht die Ähnlichkeitshinsichten der Sprecherin verraten.
Bild Liosporos, Miaouli 24, Athen, Εικόνα, Λιόσπορος, Μιαούλη 24, Αθήνα-Ψυρρή

05.09.2007

Sicher Fliegen

Während ich versuche meine Emails und Nachrichten von über einer Woche zu lesen, beantworten und abzulegen, kam diese Pressemitteilung in meinen Account rein, welche ich hier veröffentliche. Am Montag als ich aus München flog, fiel mir keine Flüssigkeitskontrolle auf, aber es kann sein, dass ich mich mittlerweile an diese Sinnlosigkeit der Flughafenkontrollen so gewöhnt habe, dass sie mir gar nicht mehr auffallen. Jeder Mensch, der viel fliegt, weiß, dass alle Kontrollen völlig sinnlos sind, und dass der einzige Weg sich einigermaßen sicher vorm Terrorismus zu fühlen, ist nicht dran zu denken. So denke ich zumindest...

Kein Sicherheitsgewinn durch "Flüssigkeitsverordnung" erkennbar

Zur Entschließung des Europäischen Parlaments zu den Sicherheitsbestimmungen für Handgepäck im Flugzeug erklärt die Europaabgeordnete der Partei DIE LINKE, Dr. Sylvia-Yvonne Kaufmann:


Heute hat das Europäische Parlament die EU-Kommission zu Recht aufgefordert, die vor knapp einem Jahr überstürzt eingeführte Verordnung zum Mitführen von Flüssigkeiten im Handgepäck bei Flugpassagieren dringend einer Überprüfung zu unterziehen und sie - falls keine neuen Tatsachen vorgelegt werden können - wieder aufzuheben.

Die EU-Kommission hat bislang keine überzeugenden Beweise dafür vorgelegt, dass die "Flüssigkeitsverordnung" tatsächlich geeignet ist, vor Terroranschlägen zu schützen. Diese Bestimmung erscheint daher als purer Aktionismus im Zuge der Terrorismusbekämpfung, denn ein Sicherheitsgewinn ist nicht zu erkennen. Genervt und gegängelt werden vielmehr die vielen Passagiere, und Tag für Tag müssen auf Europas Flughäfen beschlagnahmte Produkte gleich tonnenweise als Müll entsorgt werden.

Die Kommission sollte daher die deutliche Kritik des Parlaments annehmen und ernsthaft bereit sein, die "Flüssigkeitsverordnung" zur Disposition zu stellen.

Straßburg, den 5. September 2007