07.10.2007

1984

Ich habe das Buch von George Orwell „1984“ vor etwa 20 Jahren gelesen, also konnte ich mich heute beim Film schauen nicht an alle Details erinnern.

In der Verfilmung des Romans, welche in London in Originalschauplätzen im Jahre 1984 gedreht wurde, geht es um Winston Smith (John Hurt), der in einem totalitären Überwachungsstaat lebt. Er arbeitet als Zensor von Nachrichtenmeldungen und verliebt sich in Julia (Suzanna Hamilton). Er macht sich mehrerer Straftaten schuldig, die ernstere davon ist das Gedankenverbrechen, ein Kapitalverbrechen.

Während wir im Film sehen, wie die Situation immer gefährlicher wird, indem er mehr und mehr frei zu denken versucht, sehen wir auch eine Skizze der Dystopie, die der Autor im Jahre 1949 sich erdacht hat und als Staatskritik großen Einfluss in der Gesellschaft hatte und hat.
Ein anhaltender Weltkrieg an der Peripherie, eine totale Überwachung durch die Partei, die zum großen Bruder personifiziert wird und eine hässliche, graue Großstadt sind ebenso zu sehen, wie auch das öffentliche Erhängen und Erschießen von Staatsfeinden oder Kriegsgefangenen, die Foltermethoden der Gedankenpolizei und die Erschaffung des Neusprechs.

Der Film ist spannend und der Protagonist überzeugend in seiner Rolle. Das Grauen, das mich damals jedoch beim Lesen gepackt hat, war im Film etwas milder.

Nichts desto trotz schafft der Film mit seinen Bildern und ausgewählten Texten das Gedankenverbrechen zu visualisieren, was definitiv eine Leistung ist, die honoriert werden muss.

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