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11.04.2009
Antonionis La Notte (1961)
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02.04.2009
Kurze Vorstellung der DAAD-Gremienarbeit für StudentInnenschaften

Kurze Vorstellung des DAAD:
Der DAAD ist rechtlich ein Verein und tritt zunehmend programmatisch und förderungstechnisch für die Internationalisierung der deutschen Hochschulen ein.
Er verfügt über einen stattlichen Etat, und vergibt nicht nur Stipendien (ERASMUS, Auslandsstipendien und Stipendien an AusländerInnen), sondern wirkt effektiv auf die Hochschulen in Sachen Internationalisierung und ist der einzige ernstzunehmende Akteur in dieser Hinsicht in der Bundesrepublik. Seine Aufgaben erstrecken sich auf folgende Bereiche: Hochschulmarketing, Hochschulzugang, Studiengebühren, Entwicklungspolitik, Wissenschaftspolitik, Arbeitsmarktpolitik, wie auch Ausländer- und Integrationspolitik. Die Richtlinien geben letztlich die Bundesministerien (Bildung und Forschung, Auswärtiges Amt, Wirtschaftliche Zusammenarbeit) und die HochschulrektorInnenkonferenz vor, aber die KultusministerInnenkonferenz, die Deutsche Forschungsgemeinschaft und das Deutsche Studentenwerk haben auch ein Wort mitzureden. Er beeinflusst direkt die Arbeit der Hochschulen und ihrer Akademischen Auslandsämter.
An der Spitze steht der seit 2007 gewählte Präsident, Prof. Dr. S. Hormuth, Universität Gießen und der angestellte Generalsekretär Dr. C. Bode. Sie bestimmen das Tagesgeschäft und haben strategisch das Meiste zu sagen.
Der DAAD-Vorstand tagt vier Mal im Jahr und hat die Richtlinienkompetenz inne. Im Vorstand sind die Studierendenschaften durch drei gewählte Mitglieder vertreten. Seit 2007 sind diese: Johannes Glembek, Universität Trier, Lisa Bicknell, Universität Mainz und Cheng Ni, RWTH Aachen.
Das Kuratorium des DAAD tagt ein Mal jährlich und ist hauptsächlich mit von Amts wegen entsandten Mitgliedern besetzt. Es wirkt als Aufsichts- und Beratungsgremium, entscheidet über langfristige, strategische Projekte. Hier sitzen praktisch die Geldgeber: Bundesministerien (effektiv die Mehrheit), KultusministerInnenkonferenz, Deutsche Forschungsgemeinschaft, aber auch das Deutsche Studentenwerk und die HochschulrektorInnenkonferenz sind vertreten. Gewählt sind sechs Mitglieder: drei Professoren und drei StudentInnen. Die drei VertreterInnen der Studierendenschaften sind: Erick Tambo, TU Dortmund, Martin Menacher, Universität Mainz und ich.
An der Basis entscheidet die Mitgliederversammlung (MV), die ein Mal im Jahr, ende Juni, in der Regel in Bonn, im Sitz des DAAD stattfindet. Die MV wählt die Gremien, verabschiedet das Arbeitsprogramm (genannt "Aktionsprogramm") und fungiert als offizielle Rückkopplung zu den Hochschulen und Studierendenschaften. Mitglieder des DAAD sind die Hochschulen (Beitritt erforderlich) und ihre Studierendenschaften (gesonderter Beitritt erforderlich). Die Universitäten haben eine ganze Stimme, die Fachhochschulen haben in jedem Bundesland ein bis zwei stimmführenden Hochschulen. Die Kunst- und Musikhochschulen haben keine Stimme.
In der nächsten MV werden die studentischen Mitglieder für 2010-2011 für Vorstand und Kuratorium gewählt.
Bei der MV geht es nicht allein darum, studentische Interessen zu vertreten und sich zu vernetzen, wie es immer so bei Vereinen ist, sondern auch Präsenz und Verantwortung zu zeigen. Die angepackten Initiativen in den Gremien, die Übernahme von mehr Verantwortung durch die Studierendenschaften und das dadurch erzeugte Gehör für studentische Visionen (übrigens in den letzten vier Jahren sind alle studentischen Anträge in der MV angenommen worden) erfordern die Unterstützung der Mitglieder. Eine solidarische, weltoffene und antirassistische Studierendenschaft und Hochschule bedarf vieler Anstrengungen und eines langen Atems.
Kurze Vorstellung des Aktionsprogramms:
Die Richtlinien der Arbeit des DAAD von 2008 bis 2011 sind 2008 auf der MV in Berlin beschlossen worden.
Einen Teil des Programms bildet der Ausblick auf Stipendienprogramme, sowohl in Neuauflagen, wie auch in der Fortsetzung und Weiterentwicklung erfolgreicher Programme. Generell jedoch bevorzugen die Geldgeber neue Namen für dieselben Inhalte.
Einen großen diskussionswürdigen Teil des Aktionsprogramms bilden die programmatischen Perspektiven zur Internationalisierung der deutschen Hochschulen. Es werden damit sehr widersprüchliche politische (auch parteipolitische) Konzepte in einem Schmelztiegel zusammengeführt. Hier geht es um die Ausgestaltung der Studienangebote, die Selektion ausländischer Studierender, die Bestimmung ausländerrechtlicher Bestimmungen, das Hochschulmarketing, die Personenmobilität und, nicht zu vergessen, um die deutschen Wirtschaftsinteressen im Ausland (und Inland).
Einen großen Teil der Arbeit des DAAD bildet die Förderung der deutschen Sprache und Kultur. Dies widerspiegelt sich im Programm hauptsächlich durch die Förderung von Germanistik- und Übersetzungsinstituten im Ausland und Inland und den Ausbau der Institute und Stellen für Deutsch als Fremdsprache.
Einen mittlerweile kleinen Teil der DAAD-Programmatik bildet die Entwicklungsarbeit für Frieden und Krisenprävention. Er ist jedoch weiterhin nicht wegzudenken und ungeheuer wichtig.
Der DAAD möchte in den nächsten Jahren sein Etat auf 400 Millionen Euro (von 300) anwachsen lassen, um sein Aktionsprogramm umsetzen zu können.
Studentische (Gremien-)Arbeit im DAAD:
In den letzten Jahren ist durch erfolgreiche Interventionen der Gremienvertreterinnen und der Mitgliedsstudierendenschaften einiges für die Studierendenschaften erreicht worden. Die Studierendenschaften wurden aus ihrer Randstellung herausgeholt. Es wurden für sie Projekte mit der Unterstützung (finanzielle oder ideele) des DAAD gestaltet, bei denen sie ihre Sicht der Internationalisierung und einer offenen und kritischen Hochschule darstellen konnten. Studierende waren zum ersten Mal zu Tagungen eingeladen und führten Workshops zur Integration. Gerade ist ein Pilotprojekt zu Ende gegangen, das die Erstsemesterarbeit der Fachschaften ins Visier genommen hat, mit dem Ziel diese integrativ für ausländischen Studierende zu gestalten. Die Ergebnisse sind vielversprechend. Eine Weiterentwicklung der Ansätze ist also die nächste Aufgabe.
Aktionsprogramm DAAD 2008-2011: www.daad.de/presse/de/aktionsprogramm_9_07_08.pdf
Bericht über das Pilotprojekt "Integrative Erstsemesterarbeit in den Fachschaften" 2008: Bitte mir eine Email schreiben.
Weitere Beiträge und Berichte in meinem Blog über den DAAD: http://elan-weblog.blogspot.com/search?q=daad
28.03.2009
Typographischer Triumph
Ich habe noch etwas Schönes geschafft, nämlich mir endlich die Tastenkombination für einen schönen deutschen Apostroph zu merken, der den Code U 2019 (Ersatzzeichen U 0027) hat, nämlich AltGr + Hochstellen + B.
Jetzt fehlt mir nur noch die Einstellung des Gevierten und Halbgevierten, die immer noch nicht klappt (warum auch immer).
Bild Platz Metaxurgiu, Athen 03/08 - Εικόνα Πλατεία Μεταξουργείου, Αθήνα 03/08
20.03.2009
Ley de Gravedad
21.02.2009
Es geht weiter!
Ich habe zwar keine Prüfungen bis März, aber das heißt nicht, dass ich nichts für meinen Abschluss zu tun habe.Heute habe ich zum Beispiel die Übungsklausur einer Freundin korrigiert und habe so auch ein wenig nebenbei geübt.
Hier ein paar Auffälligkeiten, die ich festhalten will und vielleicht auch anderen Prüflingen oder BerufseinsteigerInnen helfen könnten:
Häufiges Problem in Übersetzungen ins Deutsche ist die Behandlung von Zitaten und die Vermischung mit der indirekten Rede, die im folgenden Beispiel besonders unschön durch die Verschachtelung in weiteren Nebensätzen wird. Das Beispiel aus einem Text von Saber. El Periódico de las universidades de Andalucía. 3.10.2008:
recuerda que los estatutos de la Universidad de Bolonia en el año 1200 advertían que cualquier hombre que permitiera entrar a una mujer en la institución sería “severamente sancionado por el rector”
Mein Vorschlag wäre hier:
erinnert, dass im Jahre 1200 die Statuten der Universität Bologna vorsahen, dass der Mann, der einer Frau Zutritt zur Universität gewähre, "durch den Rektor schwer bestraft" werde.
Das Spanische ist oft perifrastischer als das Deutsche, wenn die Struktur des Spanischen erhalten wird, können überflüssige Nebensätze entstehen. Hier ein Beispiel aus demselben Text:
En España el ingreso de la mujer en la universidad no fue posible hasta 1910, cuando se dictó un decreto que permitía alumnas en las aulas universitarias.
Vorschlag:
In Spanien wurden Frauen erst 1910 per Dekret zum Hochschulstudium zugelassen.
Las profesoras apenas suponen el tercio del colectivo docente y esta proporción cae drásticamente hasta el 13% en el caso de las catedráticas, de acuerdo con los datos que maneja la catedrática de Psicología Social de la Hispalense.
Vorschlag:
Die Dozentinnen bilden kaum ein Drittel des Lehrkörpers. Laut den Daten der Sozialpsychologin sinkt der Frauenanteil steil und bis auf 13 Prozent im Falle der Lehrstuhlinhaber und -inhaberinnen.
Und so schaffen wir Platz um geschlechtergerecht einen Text über die miserable Lage der Frauen in der Wissenschaft zu übersetzen. Nicht schlecht, oder?
Falls ihr bessere Vorschläge oder Anmerkungen habt, könnt ihr gern eure Kommentare hier lassen oder mir zuschicken.
Das war 's erstmal für heute. Bis bald!
Nachtrag 28.03.09: Der Ausgangstext kann hier 'runtergeladen werden (Klausurtext WiSe 08/09 Allgemeinsprachliches Übersetzen C. Sinner)
Bild Kalter Winter in Leipzig, Εικόνα Πολύ κρύο στη Λειψία
19.02.2009
Μίζερη απάθεια, Zu den Jugendlichenprotesten in Athen
Η γνώμη μου:
Στην Ελλάδα οι διαννοούμενοι απέχουν από τα κοινά, από την έκφραση γνώμης και πάνω από όλα από την ανάληψη ευθυνών. Η έκρηξη του Δεκεμβρίου ήταν όπως όλες οι κινητοποιήσεις τα τελευταία χρόνια χωρίς πραγματικό περιεχόμενο. Το περιεχόμενο το δίνει ο διανοούμενος, ο πολίτης, ο ενηλίκας, αυτός που αναλαμβάνει ευθύνη και όχι «σχολιαρόπαιδα» στο δρόμο.
Δυστυχώς δε βλέπω να υπάρχει κάποια σύντομη έξοδος από τη μίζερη απάθεια του Έλληνα διανοούμενου. Μακάρι να κάνω λάθος και να αλλάξουν τα πράγματα γρήγορα.
Το Γενάρη είχα εκφέρει παρόμοια σε μια ηλεκτρονική συζήτηση στο σύλλογό μου:
Aus einer Mail von mir zu den Jugendlichenprotesten in Griechenland:
Date: Wed, 7 Jan 2009
Ich bin der Meinung, dass es durchaus unsere Pflicht ist, uns mit den Protesten zu beschäftigen und die Hintergründe zu erläutern. Leider habe ich gerade absolut keine Zeit euch meine Gedanken ordentlich aufzuschreiben, aber ich warne davor linke oder bildungspolitische Inhalte darin zu sehen, wo keine sind. Dadurch kann man leider nichts bewirken, und das wäre bitter nötig. In den Protesten in Griechenland sind keine linke Inhalte vorhanden, noch findet man irgendetwas Revolutionäres darin. Eine Festanstellung am besten im Öffentlichen Dienst ist das was die Jugendlichen möchten, genau das,was ihre Eltern für sie wollen und auch selbst teilweise erreicht haben. Hier geht es nicht um eine bessere Bildung oder einen offenen Hochschulzugang, (dafür werden nicht die teueren privaten Nachhilfeschulen/Abiturrepetitorien bestreikt- übrigens kein einziger Mensch hat bis jetzt in Griechenland mal die Idee aufgeworfen, oder ist einfach nicht zum Repetitorium gegangen oder hat nicht mal gesagt etwas wie, "Paß mal auf Papa, ich haue ab und mache mein Ding": nur die öffentliche Schule(private Schulen sehr begrenzt) wird bestreikt), hier geht es um eine Erhaltung (sicher keine Verschlechterung, aber auch KEINE Verbesserung) des Status quo. KeinE einzigeR SchülerIn oder StudentIn fordert (zumindest so, dass es überhaupt jemand wahrnehmen würde) in Griechenland einen offenen Hochschulzugang, diese Forderung gab es NOCH NIE in irgendeinem Transparent oder Artikel seitdem ich mich erinnern kann (nur die Linke Koalition - Synaspismos fordert dies in ihrem Programm, aber es bleibt dabei, die Forderung wird nicht wahr- oder ernst- genommen), und ich kann mich gut erinnern, ich stamme der ersten SchulbestreikerInnengeneration (1990). Noch konserva- tiver (vielleicht auch ein Synonym für unpolitisch) könnte dieser Protest nicht sein und daher meiner Meinung nach umso trauriger. Ich merke schon, dass ich leider zu verkürzt die Sachen aufschreibe, aber es geht leider wirklich gerade nicht anders. Nichts desto trotz finde ich gerade wegen dieser Inhaltsleere, umso wichtiger sich als demokratischer Verband damit zu be- schäftigen, wie auch, dass sich die Linke ihre Verantwortung übernimmt und den Leuten Inhalte gibt. In Griechenland ist das genau das Problem: verantwortungslose PolitikerInnen und eine verkrochene oder inexistente Intelligentia, die der Lage nicht gewachsen sind, oder einfach nicht den Mut haben, Position zu beziehen und den Menschen wieder Inhalte zu geben. Nur dann könnte daraus eine Bewegung werden, die in der Gesellschaft etwas verbessert. So wie Griechenland im Moment ist (und sich seit 1O Jahren entwickelt), wird sich NICHTS zum Guten ändern, die Menschen werden verzweifelter und die Politik wird sich konservativer gestalten. Also, meine Meinung ist: NEIN, es ist keine große Bildungsbewegung in Europa zu sehen, es ist nur ein nicht kanalisierte, inhaltsleere, an alle (außer den wirklich Schuldigen=Eltern, aber lassen wir mal die Schuldzuweisungen bei Seite, sie sind auch soweit nicht wichtig) gerichtete, aktionistische, opportunistische, status-quo erhaltende Mobilisierung vorhanden, die teilweise (aus vielen Gründen) sich (in Griechenland) radikalisiert hat. Aber meiner Meinung nach: MUSS sie in eine Bewegung umgestaltet werden, die die Menschen wieder moralisiert. Daher fände ich eine verantwortungsvoll vorbereitete Platzierung des Themas für mehr als angebracht und hoffe, dass es daraus evtl. etwas multipliziert werden kann, was die Menschen auf der Straße weiter bringt und nicht nur kurzfristig.
Bild Athen, Konstitutionsplatz - Εικόνα Αθήνα, Πλατεία Συντάγματος
10.02.2009
Spanische Literaturverfilmungen
-die Literaturverfilmung von Lazarillo de Tormes (Anonym: 1554) von Fernando Fernán Gómez (2000) und
-die Theaterstückverfilmung von Yerma (F.G. Lorca: 1934) von Pilar Távora (1998).
Ich habe neben meiner Lektüre einen kleinen Amateurkomikstreifen zu Lazarillo de Tormes gefunden. Also hier könnt ihr euch im Schnelldurchlauf informieren, worum es beim ersten Schelmenroman geht. Viel Spaß bei der Lektüre.
El comic del Lazarillo de Tormes from DaeBtc on Comiqs
02.02.2009
Zick-zack zwischen den Pomeranzen
Ich erhole mich immer noch ein wenig von den letzten stressigen Wochen und habe heute die rechte Spalte meines Blogs etwas aktualisiert. Die dramatischte Änderung ist das Hochschießen eines Eintrags zum Buch Bittere Orangen von Ersi Sotiropulu. In den letzten Monaten haben 294 LeserInnen auf meinen letztjährigen Eintrag geklickt (hier klicken), der über das Gerichtsurteil zum Zurückziehen des prämierten Buchs aus den griechischen Schulbibliotheken berichtete und mittlerweile nach der zweiten Instanz (Berufung) wieder in den Schulbibliotheken zu finden ist.Ich habe die deutsche Übersetzung nicht gelesen, allerdings kann ich auch nicht dazu empfehlen, es zu tun. Wenn sich schon im Titelblatt so viele Fehler anhäufen, wie wird es dann im Fließtext aussehen?
Der Titel Bittere Orangen ist falsch. Richtig wäre Bitterorangen oder Pomeranzen, wenn überhaupt, es handelt sich nämlich um eine andere Frucht und doch nicht um Orangen, die bitter sind. An sich ist es unklar, warum nicht der Titel etwas mehr dem Griechischen ähnelt, nämlich Zick-zack zwischen den Pomeranzenbäumen (Ζιγκ-ζαγκ στις νερατζιές). Das Zick-zack ist das, was das Buch charakterisiert, nämlich einen polyphonischen Roman, der die Irrgärten der menschlichen Seele im Alltag beschreibt. Die Pomeranzenbäume geben einfach die Szenerie wieder, sie sind ein urbaner Zierbaum, der insbesondere in der griechischen Hauptstadt anzutreffen ist.
Unklar ist es auch, warum der Name der Schriftstellerin in Sotiropoulos, also Maskulinum, geändert wurde. Die Praxis Feminina in Maskulina zu ändern ist nicht üblich. Nur (im Ausland) anverheiratete oder in Deutschland geborene Griechinnen und Deutsche bekommen den Namen des Vaters bzw. Ehemanns unverändert. Diese Behördernpraxis scheint in Deutschland jedoch auch aus der Mode zu geraten. Die hessische SPD-Politikerin, Andrea Ypsilanti, hat ein femininen Nachnamen, sie heißt nicht Ypsilantis, wie ihr Ex-Ehemann.* Das würde bedeuten, dass es nicht nur idiotisch ist, den Namen einer Schriftstellerin zu verfälschen, sondern dass damit auch die Information gegeben wird, Frau Sotiropulu sei keine Griechin, oder sie habe höchstens einen griechischen Mann oder wenn sie überhaupt eine Griechin sein soll, dann ist sie in Deutschland geboren (gemeldet usw.). Doris Wille, die Übersetzerin aus Kefalonia, scheint sich nicht drum zu interessieren, dass sie mit dem neuen Namen eine neue Schriftstellerin erschaffen hat.
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*Bei Russinen scheint die Tatsache, dass Frauen anders als Männer heißen nicht so große Schwierigkeiten zu bereiten. Sie heißen seit eh und je Karenina (nicht Karenin), Popov/wa (nicht Popov/w), Gorbatschowa (nicht Gorbatschow). Warum denn also dieser Sonderweg der Griechinnen? Ist er massiver Immigration und Mischehen geschuldet? Schierem Unwissen? Ich weiß es nicht.
01.02.2009
Πάει κι αυτή η βδομάδα
30.01.2009
Άντε να βγάλεις άκρη με τα άσυλα
Τις τελευταίες δύο εβδομάδες έκανα τη διερμηνεία σε ένα πρόγραμμα Leonardo για σπουδάστριες αισθητικής και επαγγελματικού μακιγιάζ από τη Βόρεια Ελλάδα. Ήταν μία γεμάτη δόση ελληνικής νεολαίας, μπορώ να πω αρκετά αντιπροσωπευτικής σε μερικά σημεία. Η κούραση σήμερα, τελευταία μέρα, ήταν μεγάλη, αλλά όχι γιατί η διερμηνεία ήταν δύσκολη (παιχνιδάκι), αλλά γιατί με βάρυνε ψυχικά η στενόχωρη κατάσταση που γνώρισα. Αλλά δε θέλω να γράψω για το θέμα, χρειάζομαι κάποια απόσταση πάλι. Μιας και γύρισα πτώμα από τη δουλειά, δεν είχα ενέργεια να κάνω τίποτα και απλά βόλταρα στο δίκτυο. Έγραψα κάποια σχόλια για το πανεπιστημιακό άσυλο σε ένα ιστολόγιο και σκέφτηκα μιας και τα έγραψα κι έτσι κι αλλιώς πρόκειται περί ενός θέματος που με ενδιαφέρει, ας τα φτιάξω λιγάκι κι ας τα δημοσιοποιήσω εδώ, αλλά τελικά είμαι πτώμα και θα αφήσω να περάσει πάλι καιρός να τα ξανασκεφτώ.Καληνύχτα!
Bild Akademie der Künste, Berlin 08/08, Εικόνα Σχολή Καλών Τεχνών, Βερολίνο 08/08



